Reisen geht auf den Magen?

Freuen Sie sich auch immer wieder wie das Schorschla auf die schönste Zeit des Jahres?

 

Nach monatelanger Schufterei und den Tücken des Alltags endlich raus in die Ferne. In die Sonne, an den Strand, in den Süden – oder Norden – je nach Geschmack. Die Vorfreude ist bekanntlich die schönste Freude. Im Internet – oder in Reisekatalogen - wird erst der perfekte Urlaubsort und dann das passende Hotel ausgewählt. Und dann werden die Tage rückwärts gezählt, bis es endlich heißt: Ab in den Urlaub!

Der ist natürlich immer viel zu kurz. Aber ein bisschen Ferienlaune kann man sich meist auch ein paar Tage oder Wochen noch bewahren. Außer man gehört zu der Gruppe Menschen, die auch in fremden Ländern ständig am Nörgeln ist. Spinnweben in den Ecken, das Buffet nicht deutsch – oder lokal – genug, der Blick aus dem Zimmer in die falsche Richtung, der Strand zu steinig, das Personal zu unfreundlich. Und und und … Alles wird fotografiert, in der Hoffnung, später – nach etlichen Beschwerdebriefen und wütenden Telefonaten – wieder etwas Geld zurückzubekommen. Fürs Schorschla ist diese Einstellung einfach nur bescheuert, wer nicht mal den wohlverdienten Urlaub genießen kann, sollte entweder durcharbeiten oder einfach zu Hause bleiben.        

Das Schlimmste aber: Diese Ferien-Mieseperter bekommen jetzt auch noch professionelle Unterstützung. Denn offenbar schwappt eine gefakte Epidemie durch den Mittelmeerraum. Hinter Tausenden Forderungen wegen Magen-Darm-Erkrankungen steckt offenbar eine Masche, die die Reiseindustrie belastet.
Der massenhafte Betrug mit unbegründeten Entschädigungsforderungen gegen Hoteliers könnte tendenziell zu höheren Preisen für Urlauber führen. "Die Taten einer Minderheit werden Auswirkungen auf die große Mehrzahl ehrlicher Leute haben, die für ihren Jahresurlaub hart arbeiten mussten", schimpfte Peter Fankhauser, Group Chief Executive Officer des Reisekonzerns Thomas Cook Group, jüngst in der der "Welt am Sonntag".

Reiseveranstalter vor allem in Großbritannien werden derzeit mit Forderungen von Touristen überhäuft, die im Urlaub angeblich eine Lebensmittelvergiftung erlitten haben. Die Association of British Travel Agents (Abta) registrierte innerhalb von zwei Jahren einen Anstieg der Beschwerdezahlen um mehr als 430 Prozent. Der britische Reiseverband geht ebenso wie die spanische Tourismuswirtschaft davon aus, dass hinter den Forderungen sogenannte Claims Management Companies aus Großbritannien stehen, die gezielt britische Touristen zu Falschaussagen anstiften. Durch eine Besonderheit des 2012 reformierten britischen Verbraucherschutzrechts können die Beschwerdeführer so mit geringem Aufwand Entschädigungszahlungen von mehreren Tausend Britische Pfund pro Person einstreichen. Nach Angaben des mallorquinischen Hotelverbands FEHM ("Federación Empresarial Hotelera de Mallorca") könnte die Betrugsmasche allein auf den Balearen einen Schaden von mehr als 50 Millionen Euro angerichtet haben.
Die Kosten für unbegründete Entschädigungszahlungen stellten inzwischen eine finanzielle Belastung für die Reiseindustrie dar, warnt Fankhauser. "Das könnte leider auch bedeuten, dass Urlaub teurer wird." Unfassbar. Da möchte es Schorschla eigentlich gleich wieder weg. Ganz weit! Dorthin, wo die Menschen noch normal sind …

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