Max, Platz! Einfach mal Sitzenbleiben!

Also es Schorschla war schon gespannt wie ein Regenschirm, als es am Wochenende

 

zum Maxplatz flanierte, um dort mit seiner Holden das neue Testmobilar auf Herz und Nieren zu testen. Ganz hinten, dort wo im Winter das „Krippala“ steht, sind sie platziert. Die „Enzis“. Eine breite knallrote Hartschalencouch und ein giftgrüner, etwas schmälerer nennen wir ihn mal „Ecksessel“. Im Abendlicht ein ganz witziges Bild: Der riesige Maxplatz wie leergefegt, nur vier wildfremde Menschen, die versuchen, es sich in den neuen Möbeln irgendwie bequem zu machen. Eine ganze Woche lang steht das bunte Duett zum Probewohnen bereit, angeblich – laut Pressemitteilung – lässt es sich darin „prima sitzen, liegen oder auch picknicken“. 
Ursprünglich kommen die „Enzis“ ja aus Wien. Sie sind dort zum absoluten Markenzeichen des Museumsquartiers geworden und inzwischen in vielen Städten Europas zu finden. Ihre einzigartige Geometrie ermöglicht unzählige Kombinationen. Getestet werden auf dem Maxplatz nun zwei Modelle: Ein roter „Viena“ und grüne „Twins“, die aus zwei Teilen bestehen. Die bunten Sitzmöbel lassen sich auf ganz unterschiedliche Weise kombinieren und könnten bei Veranstaltungen sogar als Thekenmöbel genutzt werden.
„Di braung si gor ned beschdelln. Di sinn schnellä geglaud als aufgeschdelld“, erläutert ein offensichtlich gebürtiger Bamberger fachkündig seiner Begleiterin, welche entgegnet, dass die Sitzelemente immerhin zwischen 70 und 100 Kilogramm wiegen und mit Wasser befüllt werden können, so dass ein Diebstahl kaum möglich ist. Wow, die Dame kennt sich aus, denkt sich es Schorschla und spitzt weiter die Ohren. Diese Möbel gelten als besonders robust, Vandalismus könne ihnen kaum etwas anhaben, schließt die Dame ihre Rede. Ihr Weggefährte hat derzeit Platz genommen im „Viena“ und erklärt, dass ihm jetzt nur noch ein frisch gezapftes Bier zum Glück fehle. Ein Gedanke, der auch dem Schorschla schon durch den Kopf geschossen war.   

Im April hat der Bau- und Werksenat der Stadt Bamberg in seiner Sitzung die Verwaltung beauftragt, „Überlegungen zu einem flexiblen Mobiliar auf dem Maxplatz“ vorzunehmen. Durch die vielen positiven Erfahrungen mit „Enzis“ in Wien, Düsseldorf oder Prag war die Idee, sie auch in Bamberg aufzustellen, dann naheliegend. Am heutigen Mittwoch gibt es im Bau- und Werksenat eine erste Einschätzung, darüber, wie die „Enzis“ in der Bevölkerung angenommen werden. Es folgen Stellungnahmen aller relevanten Ämter und Stellen ehe – sofern die Bamberger sich mit den „Enzis“ anfreunden können – die offenen Fragen zur Anzahl, den Standorten und den Farben geklärt werden. Im Herbst soll dann der Stadtrat endgültig entscheiden, ob die Bamberger und ihre Besucher zukünftig im Herzen Bambergs auf den bunten Sesseln Platz nehmen können. Wie gesagt: Dann fehlt zum Glück nur noch ein Bierstand am Maxplatz!

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