Wir wollen doch nur anständig feiern …

Haben Sie sich am Wochenende auch mal wieder richtig verzaubern lassen? Sind einfach ziellos durch die Bamberger

 

Innenstadt gebummelt und haben in strahlende Kinderaugen geblickt, die gerade von einem bunt bemalten Clown mit asiatischen Wurzen einen zum Hund verknoteten Luftballon geschenkt bekommen haben? Es Schorschla hat die drei Tage wirklich genossen, wobei es wieder einmal die kleinen Szenen am Rande waren, die das Herz höher schlagen ließen. Klar coole Musik, Weltklasse-Akrobaten auf der großen Bühne, einige magische Momente am Obstmarkt und heiße Feuershows zu vorgerückter Stunde sind die Höhepunkte im Programm. Aber das zauberhafteste fürs Schorschla ist einmal mehr die Tatsache, dass rund 200.000 Menschen, Groß und Klein, Dick und Dünn, Ur-Bamberger, von weit her Angereister oder vielleicht auch Flüchtling aus einem Kriegsgebiet hier in Bamberg friedlich und entspannt die Atmosphäre des Welterbes genießen konnten.

In unseren Zeiten (leider) keine Selbstverständlichkeit mehr. Ein Jahr ohne Sandkerwa, viele Diskussionen um das wunderbare Wasserfest Canalissimo, Sicherheitsdienste auf Kirchweihen in Stadt und Landkreis. Nicht nur am Schorschla-Stammtisch kommen da immer wieder die gleichen Fragen auf: Muss der Aufwand sein? Übertreiben es die Verantwortlichen mit ihren Auflagen? Ist das oftmals nicht Schikane? Wollen die uns das Feiern verbieten? Und ehrlich gesagt: Auch es Schorschla wünscht sich bei diesen Themen oftmals mehr Fingerspitzengefühl in den Amtsstuben.    
  
Wie schnell die Lage bei einem friedlichen und ausgelassenen Volksfest aber eskalieren kann, haben am Wochenende die Krawalle auf der „Schorndorfer Woche“ gezeigt. Abiturienten und Realschüler hatten auf dem schwäbischen Volksfest gefeiert, erklärt der Oberbürgermeister. "Es war wie immer: Nach Mitternacht kam es aber zur Auseinandersetzung zwischen zwei Gruppen." Später seien auch Menschen mit Migrationshintergrund oder Asylbewerber hinzugekommen. Dann noch die Meldung von zwei sexuellen Übergriffen auf junge Frauen. Als die Polizei einschreitet solidarisieren sich die zuvor im Clinch liegenden Gruppen gegen die Polizei.
Die Einsatzkräfte müssen sich kurzzeitig zurückziehen und neu aufstellen. Erst mit Kräften aus anderen Orten habe man die Lage unter Kontrolle bekommen. Die Beamten mussten ihre Schutzmontur anlegen. Für die beiden letzten Tage der 49. Schorndorfer Woche hat die Polizei ihre Einsatzkräfte nun massiv aufgestockt. Dunkle Ecken auf dem Festgelände sollen zudem stärker ausgeleuchtet werden, kündigt Polizeipräsident Eisele an.
Solche Szenen möchte in Bamberg niemand erleben. Deshalb sollten wir mit unseren wunderbaren Stadtfesten, Kirchweihen und Großveranstaltungen auch sehr behutsam umgehen. Sicherheitskontrollen gehören heute einfach dazu, sarkastische Kommentare kann man sich an diesen Stellen gut sparen. Auch ist ein gewisser Respekt gegenüber Polizisten mehr als angebracht, die jungen Menschen in Uniformen würden wahrscheinlich auch lieber mitfeiern anstatt Dienst zu schieben. Als letzter Tipp: Halten Sie die Augen offen und melden Sie Verstöße gegen den gesunden Menschenverstand. Denn eines ist klar: Feiern macht Spaß, das eine oder andere Bierchen oder Weinchen möchte man sich nicht verbieten lassen. Aber wer bewusst Sachen zerstört oder Streit provoziert, gehört nach Hause geschickt. Von den Leuten, die dafür zuständig sind. Denn eigentlich möchten 99 Prozent der Besucherinnen und Besucher doch nur eines: Anständig feiern!

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