Standortdialog auf hohem Niveau

Ergebnisse der Unternehmensbefragung aus dem Landkreis Bamberg wurden vorgestellt

Die Wirtschaftsförderung im Landratsamt Bamberg hat im Frühjahr 2017 nach 2002, 2007 und 2012 eine umfassende Unternehmensbefragung unter knapp 1.300 Betrieben im Landkreis Bamberg durchgeführt. Beachtliche 30,5% der Unternehmen haben sich an der Befragung beteiligt und ihre Einschätzungen zum Standort, zu ihren Entwicklungsabsichten, zu Zukunftsthemen und zur Wirtschaftsförderung abgegeben. „Wir kümmern uns um unsere Unternehmen im Landkreis. Deshalb müssen wir wissen, wo der Schuh drückt“, so Landrat Johann Kalb.

Lebensqualität ganz oben

Josef Rother von der GEFAK, Gesellschaft für angewandte Kommunalforschung mbH aus Marburg, der von der Wirtschaftsförderung für die Durchführung und Auswertung beauftragt wurde, spricht von einem „Standortdialog auf hohem Niveau“. Er macht das an folgenden Kriterien fest: Eine hohe Beteiligungsquote, eine gute Bewertung des Landkreises als Investitionsstandort sowie eine überdurchschnittliche Zufriedenheit mit der Arbeit der Wirtschaftsförderung im Landratsamt.

Den besten Wert aller abgefragten Standortfaktoren erhält die Lebensqualität in der Region, gefolgt von der örtlichen und überregionalen Straßenanbindung. Am kritischsten wird die Flughafenanbindung, die Anbindung an die überregionalen Wasserstraßen sowie die Nähe zu Forschungseinrichtungen bewertet. Positiv hervorzuheben ist ebenfalls die Breitbandversorgung als ein weiterer wichtiger Standortfaktor: Diese wird von den Unternehmen sogar etwas besser bewertet als noch vor fünf Jahren, obwohl die Ansprüche ans schnelle Netz in den letzten Jahren überproportional gestiegen sind. „Unsere Gemeinden haben die Wichtigkeit erkannt und ihre Hausaufgaben gemacht“, ist sich Landrat Kalb sicher.
Zukünftige Engpässe erwarten die Unternehmen etwa beim Thema Fachkräfte und Gewerbeflächen. Viele Unternehmen haben expansive Pläne und benötigen zusätzliche Flächen - eine sehr positive Entwicklung. Auf der anderen Seite sind Flächen mittlerweile zum gefragten Gut geworden. „ Durch die Befragung wissen wir nun, welches Unternehmen wie viel Fläche benötigt. Gemeinsam mit den Gemeinden vor Ort werden wir den Betrieben Flächenoptionen aufzeigen können“, ist Landrat Kalb überzeugt.

Ein wesentliches  Ziel der Befragung besteht darin, das Angebot der Wirtschaftsförderung zielgerichtet weiterzuentwickeln. Knapp 3/4 der Unternehmen, die sich beteiligten,  halten die Fördermittelberatung für wichtig oder gar sehr wichtig. Unterstützung bei Genehmigungsverfahren, eine Initiative zur Anwerbung von Arbeitskräften, die Imagewerbung für den Wirtschaftsraum, die Energieberatung und die Unterstützung bei der Betriebsnachfolge werden von jeweils mehr als die Hälfte der antwortenden Unternehmen als (sehr) wichtig angesehen. „Eine Reihe dieser Dienstleistungen bieten wir unseren Unternehmen bereits seit Jahren an, beispielsweise unsere Sprechtage zu Fördermitteln, Energie,  zur  Betriebsnachfolge sowie die Runden Tische für Genehmigungsverfahren“, so Inge Werb, Leiterin der Wirtschaftsförderung im Landkreis. „Die Ergebnisse zeigen uns, dass sich unsere Aktivitäten am Bedarf der Unternehmen orientieren und dass bei anderen Themen wiederum neue Projektideen gewünscht werden. Zusammen mit unseren Kooperationspartnern werden wir nun die Umsetzung angehen und Arbeitspakete schnüren“.

Der Auswertungsbericht kann unter https://www.landkreis-bamberg.de/Wirtschaft/Aktuelles heruntergeladen werden.

 

 

 

 

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