Internationale Woche im Landkreis Bamberg

10 Tage gelebte Völkerverständigung. Viele Einrichtungen, Gruppen, Vereine und Einzelpersonen

 

engagieren sich unter dem Dach des Landkreises. Vom 22. September bis zum 1. Oktober ist „die Welt zu Gast im Landkreis Bamberg“. So lautet das Motto einer Veranstaltungsreihe in Trägerschaft des Landkreises Bamberg, die heuer erstmals stattfinden wird. Es wurde ein vielseitiges Programm auf die Beine gestellt, das die gelebte Internationalität des Landkreises Bamberg widerspiegelt. Die Idee dafür hatte Landrat Johann Kalb. Anlass war das zehnte Jubiläum der Partnerschaft des Landkreises Bamberg mit dem polnischen Landkreis Jelenia Góra. Bei den Überlegungen, wie man diesen Jahrestag begehen könnte, entstand das Konzept, alle internationalen Kontakte und Beziehungen des Landkreises Bamberg auf breiter Ebene zum Thema zu machen. Ein Ansatz, der aktueller denn je ist in einer Welt, die immer enger zusammenrückt und dabei allzu oft in Konflikte gerät, die vermeidbar wären. Denn: Denkweisen, Ansichten und Einstellungen einer Gesellschaft ändern sich erst, wenn man über den Tellerrand hinausschaut. Der Landkreis Bamberg möchte zeigen, wie lohnend internationale Kontakte in vielerlei Hinsicht sein können.
Ein Aufruf an alle Gemeinden, Schulen, kirchliche Einrichtungen, Vereine und andere Stellen im Landkreis brachte eine erstaunlich hohe Resonanz. So stieg man, unter Federführung des Fachbereichs Kultur und Sport am Landratsamt Bamberg, in die Planungen ein. Das Projekt wurde konkreter.
Dank der Beiträge von Gemeinden, Büchereien, Schulen, der Universität Bamberg, dem Erzbistum Bamberg, Vereinen, der Bayerischen Sportjugend, dem Landkreis selbst und vielen anderen Beteiligten entstand ein buntes Programm mit insgesamt 39 Veranstaltungen in 18 verschiedenen Orten. Sie kommen aus den unterschiedlichsten Bereichen wie Sport, Musik, Kultur und Bildung.
Diese Vielfalt und die Tatsache, dass man von vornherein keinerlei Begrenzungen für Art und Inhalt (außer dem Bezug zur Internationalität) der Veranstaltungen vorgab, bedeutete ein Experiment. Wie das Ergebnis nun zeigt: Das Experiment ist gelungen!
Die Veranstaltungen sind im Programmheft unter den Kategorien Musik, Ausstellung, Kultur, Bildung/Politik und Unterhaltung zusammen gefasst.
Hier ein kleiner Ausschnitt: In der Kategorie Musik reicht die Palette von einem Konzert der Kreuzschuher Kerwamusikanten mit ihren polnischen Freunden, der Musikgruppe Karkonosze, über einen Abend mit französischen Chansons, Schulkonzerten, einem internationalen Musikschulkonzert bis hin zu einem Metalfestival in dem kleinen Ort Gerach. Und diese Liste könnte man noch weiter führen!
Oder der Bereich Ausstellungen: Der Reigen beginnt mit der Ausstellung „No Limits“ mit zeitgenössischer Glaskunst aus Tschechien. Weiter geht es über die Kunstausstellungen „4 + 4“ auf der Giechburg mit Werken aus Südkorea und Deutschland hin zur Ausstellung des Spaniers José Salinas im Landratsamt Bamberg und einer weiteren Ausstellung im Landratsamt mit Eindrücken aus dem polnischen Riesengebirge. In der Sparkassenfiliale am Schönleinsplatz in Bamberg präsentiert das Eichendorff-Gymnasium eine selbstkonzipierte Fotoausstellung mit dem Titel „Zwischen Heimat und Fremde.
Wie man sieht, ist die Internationalität nicht alleine auf die Akteure oder Protagonisten der Veranstaltungen bezogen, sondern auch auf die Themen. Beispiele hierfür aus dem Bereich Kultur sind der „Internationale Sprichwörterspaß“ mit dem Redensartenforscher Rolf-Bernhard Essig oder die musikalisch-literarische Veranstaltung „Wie man Aale ertränkt“, die englische Volks- und Literaturmärchen mit Volks- und Kunstliedern darbietet. Beide Veranstaltungen (und einige mehr) finden im Bauernmuseum Bamberger Land in Frensdorf statt.
Kunst und Kultur sind gut im Programm vertreten: Mehrere Kunstradtouren unter fachkundiger Führung und internationale Kunstbegegnungen am Kanaldamm des Main-Donau-Kanals, organisiert vom Flussparadies Franken e.V., lassen die Herzen von Kunstfreunden höher schlagen.
Natürlich dürfen auch Veranstaltungen mit den Partnergemeinden oder dem Partnerlandkreis nicht fehlen: So zum Beispiel der Jubiläumsfestabend der Stadt Hallstadt im Landkreis Bamberg mit deren Partnergemeinde, dem kleinen Ort Hallstatt am See in Österreich.
Ein Höhepunkt der Internationalen Woche wird sicher die Podiumsdiskussion mit Experten aus 4 Ländern im Sitzungssaal des Landratsamts sein mit dem Titel: „Deutschland nach den Wahlen – was denken unsere europäischen Nachbarn?“, moderiert von Prof. Dr. Ulrich Brückner (Stanford University, Berlin). Mit dieser und anderen hochkarätigen Veranstaltungen ist somit auch der Bereich Politik/Bildung im Programm enthalten.
Die IWO richtet sich an ein Publikum aller Altersklassen, auch an Studierende und Schüler: Im Levi-Strauss Museum Buttenheim werden die 250 neuen ausländischen Studierenden der Otto-Friedrich-Universität Bamberg begrüßt und es gibt einen Schülerdialog zum Thema Europa, organisiert vom Bildungsbüro des Landratsamtes.
Die Internationale Woche ist ein Projekt des Landkreises Bamberg (Träger) in Kooperation mit den Veranstaltern der einzelnen Beiträge. Sibylle Kneuer M.A. (DAS KULTURBÜRO) sorgt für die Gesamtkoordination und die gesamte Öffentlichkeitsarbeit des Projekts. Viele Spendern, Stiftern und Förderer unterstützen das Projekt. Unter anderem das Bayerische Staatsministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten und der Europäische Landwirtschaftsfonds für die Entwicklung des Ländlichen Raums (ELER).
Weitere Infos zur Internationalen Woche findet man unter https://www.landkreis-bamberg.de/Kultur-Bildung/Internationale-Woche-2017 oder unter www.kultur.bamberg.de. Das Programm liegt an vielen öffentlichen Stellen im Landkreis aus.

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