Rüstige Rock’n’Roll-Rentner

Ja, da kommt der Stein ins Rollen. 82.000 Zuschauer, Tickets für bis zu 25.000 Euro. Für Musik

 

und ein Händeschütteln mit den Großvätern des Rock’n’Roll. Die Rolling Stones haben am Samstagabend im Hamburger Stadtpark einmal mehr bewiesen, dass diese Musikrichtung einfach keine Altersgrenzen kennt.

Es Schorschla kann sich noch gut erinnern an den letzten Auftritt von Mick, Keith, Ron & Charlie in Franken. Knapp 20 Jahre ist das her. Das Zeppelinfeld bebte, es war sehr windig, die Fans völlig aus dem Häuschen. Die Zugaben wurden 1998 wild, ja überschwänglich bejubelt, schließlich dachten damals wohl die meisten Rockfans, dass sie Zeitzeugen der Stones-Abschiedstournee seien.

Inzwischen schreiben wir das Jahr 2017. Das 50-jährige Bandjubiläum liegt auch schon wieder fünf Jahre zurück und die Altrocker befinden sich in ihrem vierten oder fünften Frühling. Im Grunde kann man diese Band gar nicht mehr mit Jahreszeiten beschreiben, die Typen sind einfach unsterblich. Am 2. Dezember 2016 veröffentlichten die Rollimg Stones mit „Blue & Lonesome“ ihr 23. Studioalbum, welches ausschließlich Coverversionen teilweise Jahrzehnte alter Blues-Standards enthält. Die Wurzeln von Mick & Co. „Back to the roots“, im wahrsten Sinne des Wortes.


Viel wurde über das Comeback geschrieben und gelästert. Die Typen eine einfach zu alt, die Tickets zu teuer. Alles Quatsch. Diese Burschen sind jeden bezahlten Euro wert, was die Jubelhymnen in den Feuilletons der großen deutschen Medien deutlich macht. Selbst den kritischsten Kritikern gehen nach dieser Senioren-Show die Superlative aus. Die Stones sind zurück. Besser denn je. Einfach nur cool, 293 Lebensjahre gelebter Rock’n’Roll, „live on stage“. Eine perfekte Inszenierung, ein Hit nach dem anderen, Mick Jagger in Topform, Rock'n'Roll-Zirkus vom Feinsten. Hysterische Youngster, heulende Rockomas – ein unvergessliches Spektakel für alle Teilnehmer.
Das schönste an den Stones ist ja die Tatsache, dass sie die vier Männer jenseits der 70er auf keinen Fall jünger ausschauen als sie sind. Ganz im Gegenteil. 80 würde man ihnen auch abnehmen, allen voran dem guten alten Keith. Aber die Optik ist hier völlig nebensächlich. Nein, viel mehr noch. Die Stones sind authentisch wie kaum eine andere Rockband. Wie die Vier das schaffen, das weiß nur der Liebe Gott. Liegt es vielleicht an der zum Konzertauftakt besungenen „Sympathy for the devil“? Oder einfach nur am ehrlich zelebrierten Rock’n’Roll? Die Rolling Stones rollen und rocken immer und immer weiter. Geht es nach dem Schorschla gerne noch zehn Jahre. Oder weitaus länger. „It’s all over now“? Von wegen! "It's Only Rock'N'Roll". “Satisfaction”. Pure Befriedigung.              

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