Mehr als nur heiße Luft?

Wir kennen die Bilder von asiatischen Touristen, die mit Mundschutz aus Flugzeugterminals oder durch Innenstädte schlendern. Es Schorschla schüttelt bei diesem Anblick immer wieder ungläubig mit dem Kopf. Gut, in Peking bei Mega-Smog mögen die weißen Papierfilter ja eine ähnliche Berechtigung haben als bei Prof. Dr. Brinkmann im OP-Saal.

 Aber beim Erholungsurlaub in Europa sollten diese Gäste doch unsere frische Luft einfach ungefiltert genießen. „Jedem Tierchen sein Plaisierchen“, kommentiert der Kurt grimmig … 

 Jetzt hat eine australische Firma das Geschäft des Lebens entdeckt. Sie verkauft Chinesen Luft in Dosen. Ja, Sie haben richtig gelesen: Luft in Dosen. Und das Beste kommt noch: 130 Atemzüge für 18,80 Dollar. Da bei der Gesundheit Geld meist keine Rolle spielt, entwickelt sich die Luftnummer zum Verkaufsschlager - vor allem bei vom Smog geplagten Chinesen.

 Zur Erklärung: Saubere Luft ist in China schon seit Jahren richtig teuer. Mit elektrischen Luftfiltern kämpfen Geschäfte, Bars und betuchte Privathaushalte gegen den Smog. Die Lösung: Gepresste Luft in Dosen.  John Dickinson und sein Geschäftspartner Theo Ruygrok hatten die Idee zu den gesunden Atemzügen „to go“. Das Duo gründete die Firma "Green and Clean", programmierte einen Webshop auf Englisch und Chinesisch mit Luft von bekannten Urlaubsorten in Australien und Neuseeland. Zu kaufen gibt es Dosen, die Luft vom Bondi Beach, der Goldküste oder den blauen Bergen enthalten sollen - eine Maske zum Inhalieren inklusive. Das Versprechen: 130 Atemzüge reine Luft.

"Wir möchten allen Menschen weltweit die Chance geben, etwas von unserer wunderbaren Luft zu probieren", erklärt John Dickinson dem "Sydney Morning Herald". Und er muss dabei nicht einmal lachen. Die Dosen seien ursprünglich einmal als Souvenir für Touristen gedacht gewesen, doch chinesische Urlauber hätten sie vor allem unter dem Gesundheitsaspekt gekauft. 

Der australische Sender 7 News widmete sich jüngst ausführlich dem Thema "Air-Farming" und ließ eine chinesische Importeurin zu Wort kommen, die sich die Luft in Dosen in Paketen schicken lässt. Doch nicht alle sind vom Geschäft der Australier begeistert. Auf Twitter schreibt ein Nutzer "schrecklich" - und beklagt die Umweltschäden durch die Verpackung. 

Daran sollte man noch arbeiten. Wobei auch das Sortiment noch erweitert werden kann. Warum nicht „frische Landluft aus fränkischen Landen“ oder „ein Hauch von Weihrauch aus dem Bamberger Kaiserdom“? Der Kurt forscht gerade an einem Modell aus wiederverwertbaren Papiertüten. Falls das klappt, wird ein Flug nach Peking gebucht. Denn nur dort winkt das große Geld winkt. Der alles entscheidende Tipp vom Kurt: Erst einmal tief Durchschnaufen und locker bleiben.   

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