Richtig gut schlafen

Über den perfekten Schlaf gibt es unzählige Studien und Bücher. Daumenregeln wurden mit riesigem

 

Aufwand wissenschaftlich untersucht, die Frage wer, wo, wann in welchem Alter wieviel Schlaf benötigt, beschäftigt schon Generationen von Medizinern.
Jede Nation hat ihre eigenen Schlafgewohnheiten. Und das ist auch gut so. Es Schorschla zum Beispiel hat schon immer die Südländer um ihre Siesta beneidet. Das machen alle Italiener und Spanier, weil es im Sommer mittags dort so heiß ist, haben die Eltern schon vor Jahrzehnten dem kleinen Schorschla erklärt. Weshalb aber dieses Ritual dort auch im Winter ausgiebig gepflegt wird, und warum wir Deutschen nur mit schlechtem Gewissen mal ein Mittagsschläfchen einlegen, darüber wurde im Familienkreis nie gesprochen. 

Vor wenigen Tagen stolperte es Schorschla über eine aktuelle Studie des Schlafforschers Jürgen Zulley, der der Menschheit erklären möchte,  warum guter Schlaf so wichtig ist - und was jeder selbst dafür tun kann. Und auch eine Weisheit des längst verstorbenen TV-Talkmasters Robert Lembke stach dem WOBLA dabei ins Auge. „Wer spät zu Bett geht und früh heraus muss, weiß, woher das Wort Morgengrauen kommt“.


"Wer Mittagschlaf hält, galt früher als Penner", erklärt Herr Zulley und analysiert. „In Deutschland sind es ziemlich genau sieben Stunden, die wir schlafen - von etwa 23 Uhr bis ungefähr 6.15 Uhr mit einer Viertelstunde Einschlafzeit. Wichtige Erkenntnis: Die Dauer sagt wenig über den Erholungswert des Schlafes. Wann aber ist der Schlaf erholsam? Jürgen Zulley: „Auf jeden Fall nicht, wenn man abends vor dem Einschlafen noch am Smartphone und dem Tablet herumspielt. Die Anspannung reduziert die Schlafqualität. Man braucht bestimmte Anteile von Schlafstadien in der Nacht. Erholung bekommt man nur im Tiefschlaf. Den hat man immer nur in den ersten vier bis fünf Stunden“.

Schlaf sei ein „aktiver Erholungsprozess“. Nach außen sehe es zwar wie ein Ruhezustand aus, das sei aber nicht der Fall. „Was die Hirnaktivität betrifft, sind wir im Schlaf teilweise wacher als im Wachzustand. Alle Prozesse, die für Regeneration sorgen, werden aktiviert“, erklärt der Wissenschaftler. Erst ein tiefer Schlafen ermögliche Erholung und Regeration. So wird ausschließlich im Tiefschlaf ein Wachstumshormon ausgeschüttet, das für die Zellerneuerung und den Fettabbau sorgt. Und alles, was wir am Tag gelernt haben, wird in der Nacht abgespeichert.

Bei uns gelte der Schlaf oft als etwas Negatives, hat es Schorschla gelesen. Doch dieser Irrglaube wird langsam aber sicher widerlegt. „Vor 30, 40 Jahren galt man noch als Penner, wenn man am Tage schlief. Der eigentlich wichtige Mittagsschlaf galt als unproduktiv“, so Zulley. Heute, anno 2017, nennt man den Mittagsschlaf einfach „Power napping“ und schon ist das ein ganz anderes Thema.  Ein bisschen englisch, ein paar wissenschaftliche Kommentare, und schon können wir ruhigen Gewissens ins Träumen geraten. Oder wie es die US-Sängerin Josephine Baker schon vor fast hundert Jahren  auf den Punkt brachte. „Unsere Träume können wir erst dann verwirklichen, wenn wir uns entschließen, einmal daraus zu erwachen“. In diesem Sinne: Schlafen Sie gut, wann immer es Ihnen danach ist. Außer vielleicht beim Autofahren!

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