Nix Jamaika. Bätschi!

Ja, die Zeiten haben sich gewandelt. Nein. Sie wandeln sich stetig weiter. Im Moment schneller

 

denn je. Zumindest fühlt es sich so an. Da ist die hohe Politik gefragt. Hieß es früher. Doch als neutraler Beobachter der jüngsten Berichte aus Berlin kann einem da schon etwas angst und bange werden. Von internationalen Krisenherden wie Israel, Syrien, Nordkorea und den vielen anderen ganz zu schweigen. Nein wir konzentrieren uns heute auf Deutschland, kein Blick über den Tellerrand hinaus. Da gibt es erst einmal Erfreuliches aus Bayern. Denn hier, wo sich eben noch die Herren Seehofer und Söder verbal duellierten, ist plötzlich Friede-Freude-Eierkuchen-Stimmung angesagt. Zu schön, um wahr zu sein. Zu schnell, um den Stimmungswandel glaubwürdig ans Wahlvolk bringen zu können. Am Freitag ist ja großer CSU-Parteitag in Nürnberg. Und schon da kann es richtig funken. Es bleibt also spannend!

Viel schlimmer ist aber die Außenwirkung des eben zu Ende gegangenen SPD-Parteitags. Martin Schulz hat seinen Job gemacht, gut 80 Prozent der Stimmen eingefangen, ist als Parteivorsitzender im Amt bestätigt worden und träumt von Vereinigten Staaten Europas. Auch eine Groko ist nicht mehr ausgeschlossen. Ergebnisoffen werde man reden. Alles schön und gut. Wäre da nicht Andrea Nahles. Sie sang schon das Pippi-Langstrumpf-Lied im Bundestag, wollte später der Union „in die Fresse“ geben. Beides nach Meinung vom Schorschla mehr als idiotische und für eine Spitzenpolitikerin unwürdige Auftritte. Doch jetzt hat
Vorsitzende der SPD-Bundestagsfraktion endgültig Teletubbi-Niveau erreicht.  Mögliche Verhandlungen über eine neue Große Koalition kommentiert die 47-jährige mit folgenden Worten: „Die SPD wird gebraucht. Bätschi, sage ich dazu nur. Und das wird ganz schön teuer. Bätschi, sage ich dazu nur“. Wob. Noch mal zur Erinnerung. Die Frau ist 47 Jahre alt, angeblich die politische Hoffnungsträgerin der Genossen. Die Sätze vielen auch noch bei der Eröffnung einer Kinderkrippe in Berlin Marzahn oder beim Duell der Froschgruppe gegen die Käfergruppe in irgendeinem frisch renovierten Freibad am Wannsee. Nein. Ganz offizieller Anlass. Parteitag 2017. Prekäre politische Situation. Deutschland ohne reguläre Regierung. Um Mehrheiten wird seit Wochen gefeilscht. Ja, es geht wirklich um die Zukunft unseres Landes. Um Europa. Um den Weltfrieden. Um Lösungen der Flüchtlingsprobleme. Um Integration. Das ist nicht Rappelkiste. Es geht um Deutschland und nicht ums Taka-Tuka-Land. Vielleicht sollte das Herr Schulz Frau Nahles noch vor den nächsten Sondierungsgesprächen erklären. Es geht um sinnvolle Kompromisse. Um ein respektvolles Miteinander. Was man da gar nicht brauchen kann, ist eine Ätschi-Bätschi-Ideologie im Hinterkopf. Bitte Genossen, bremst diese Frau. Sonst heißt es irgendwann: SPD, 15 Prozent. Bätschi! 

Kurze Ergänzung: Am Dienstag kursierten die ersten Meldungen, dass die SPD anstelle einer GroKo (Großen Koalition) mit der CDU/CSU das Modell einer so genannten KoKo, einer Kooperationskoalition, bevorzugen wolle. Und vor diesem Hintergrund bekommt Nahles Wutrede ja fast schon wieder einen Sinn. Vielleicht arbeitet Sie die Fraktionsvorsitzende ja im Hintergrund schon an einem Filmdokumentation über die Sondierungsgespräche. In der Hauptrolle Til Schweiger, Projekttitel KOKOBÄ!       

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