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Kleinanzeigen vom vergangenen Jahr und Markusplatz statt Schillerplatz

Das ist einmal eine richtig schöne Aktion zum Jahresbeginn. Journalisten aus ganz Deutschland

 

präsentieren im Internet und bei Twitter ihre größten Fehler. Herrliche Geschichte, wobei der Hintergrund gar nicht so lustig ist. Eine Redakteurin der „Ruhrnachrichten“ hatte sich mit den Schwachstellen bei PC-Prozessoren auseinandergesetzt und war dabei von einem Experten auf "Designfehler bei Computerchips“ angesprochen worden. Daraufhin schrieb sie entrüstet in einem Kommentar: "Das Design der Chips müsste für die Behebung verändert werden. Für den Designer undenkbar. Das Aussehen geht scheinbar vor Sicherheit".
Der Startschuss für eine üble Hetzkampagne im Netz. Natürlich wussten es plötzlich alle Technik-Nerds besser, schließlich geht es beim „Chip-Design nicht um Mode und Optik, sondern um die Art, wie auf den feinen Platinen Informationen abgerufen werden. Die Redaktion entschuldigte sich professionell bei ihren Lesern und erklärte ausführlich den Hintergrund. Und dann kam Roland Grün, ein Redakteur mit langjähriger Erfahrung bei Tageszeitungen, ins Spiel. Saublöd sei der Fehler, fand er. "Wie er aber durchs ,soziale Dorf' getrieben wird, ist unterirdisch. Fehler passieren nun einmal, auch Journalisten machen Fehler."
Damit aber nicht genug. Grün legte den Hashtag #MeinGroessterFail von dem Tag, als er als bekennender Sportmuffel auf der Website seiner Zeitung einen Artikel über den neuen Regionalligaspieler Lars Bender mit einem Foto des Nationalspielers gleichen Namens bebilderte und damit zum Gespött der lokalen Sportszene wurde. „Im Nachhinein ist alles dann meist lustiger als in diesem Moment“, schreibt Grün. „Daher möchte ich hier eine kleine Aktion starten und jeder Medienschaffende, der mag, macht mit: #MeinGroessterFail

Eine grandiose Idee, welche es Schorschla seit Tagen begeistert. Wenn Annett Meiritz von Spiegel online schreibt, wie sie mit der Liveticker-Überschrift „US-Militär soll Obama auf See bestattet haben“. Gemeint war natürlich nicht der ehemalige US-Präsident, sondern Topterrorist Osama bin Laden. Herr Buschschlüter aus Kelkheim erinnert sich an die Geschichte, als er als Praktikant Mitte der Neunziger ein Interview mit Axel Schulz anfragen wollte und dafür beim Deutschen Boxer-Klub anrief. „Die haben herzhaft gelacht. Wuff!“ Oder Oliver Trenkamp, der einen Text über den südafrikanischen Sprinter und Weltrekordhalter Oskar Pistorius zum Gegenlesen in der Redaktion verteilte. Drei Reaktionen erhielt er auf die Überschrift „Pistorius vorest auf freiem Fuß“. Kollege 1: „Da fehlt ein r in vorest“. Kollege 2: „Der Mann hat keinen Fuß“. Chefredakteur: „Der Vorspann fängt an mit ‚der Südamerikaner‘“. Lars Wienand teilt die Geschichte, als er bei einem Prozess das Opfer „Sandra S (Name geändert)“ nannte - und nicht registrierte, dass dieses tatsächlich  Sandra S. hieß. „Für sie wegen Umständen sehr unangenehm, auch später nicht so lustig“, lautet sein Kommentar heute. Alexander Demling ging als Praktikant der Lokalzeitung mit zwei unterschiedlichen Socken, einer mit Loch, in die Redaktion. Sieht ja keiner, dachte er. Dann der erste Termin: Eine Moschee-Eröffnung mit Imam, OB und viele lokalen Honorationen. Und im Gebetsraum war Schuhverbot...

Herrlich, oder? Ach ja, was es Schorschla schon für Mist verzapft hat, fragen Sie sich? Einmal, nach einem Computercrash in Zeiten, als Arbeitsspeicher noch in einstelligen Mega-Byte-Werten gemessen wurde, hatte es Schorschla die grandiose Idee, den Papierkorb zu leeren. Der Rechner lief wieder hoch, alle waren glücklich und in der Euphorie und Redaktionshektik wurde der Ordner vom vergangen Jahr angeklickt. Alle Kleinanzeigen falsch, doppelter Ärger mit den Inserenten, die ihre Anzeige bezahlt hatten und nicht gedruckt sahen, und all jenen, die ihre kleinen Schätze schon ein Jahr zuvor verkauft hatten. Eine wunderbare und unvergessliche Woche. Und da war dann noch die fantastische Überschrift „Mammutprogramm am Markusplatz“ für eine Theaterpremiere. Schade nur, dass diese am Schillerplatz stattfand. Hätte aber ja nur halb so schön geklungen. Oder was meinen Sie?   

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