Schachgeschichte(n) auf höchstem Niveau

Der Bamberger Schachclub feiert in diesem Jahr die 150. Wiederkehr seiner Gründung.

 

Am Montag präsentierte die Vorstandschaft im Rahmen einer Pressekonferenz im Klemenz-Fink-Haus den Medienvertretern ein umfangreiches und attraktives Jubiläumsprogramm. Neben der Prämierung eines Kunstprojektes Bamberger Schulen rund um das königliche Spiel und verschiedenen Turnieren ragen dabei das Simultan-Schach mit dem tschechischen Super-Großmeister David Navara am 17. Februar und der Besuch von Großmeister Michael Bezold am 22.04. zum „Uhren-Handicap-Simultan-Schach heraus. Für beide Veranstaltungen können sich 30 Schachfreunde auf der Vereinswebseite www.sc-bamberg.de für eine Partie anmelden, sicherlich ein einmaliges Erlebnis für alle Freunde dieser faszinierenden Sportart. Das 150-jährige Jubiläum wird zudem mit einer außergewöhnlichen Chronik gewürdigt, einem faszinierenden, 264 Seiten starken Schachbuch mit dem Titel „Das Haar muss ziehen!“, welches neben der Geschichte des Schachsports auch detailliert auf die großen Erfolge des SC 1868, die herausragenden Einzelspieler in den eigenen Reihen, die erste Deutsche Mannschaftsmeisterschaft eines Bamberger Vereins im Jahre 1966, faszinierende Partien aus vielen Jahrzehnten und die eng mit dem Traditionsverein verknüpfte Bamberger Stadtgeschichte wunderbar beleuchtet.
     
Am 12. Februar 1868 fanden sich seine „Väter“, zwölf „würdige Herren“ - wie sie in der Festschrift „Schachclub Bamberg 100 Jahre“ genannt wurden – in der Brauerei ' Wilde Rose' in der Keßlergasse ein, um den Schachclub 1868 ins Leben zu rufen. Unter den Gründungsmitgliedern waren Handwerksmeister, Kaufleute und Händler.
Man verfasste erste Statuten, bildete eine Vorstandschaft und teilte das freudige Ereignis am 17. Februar dem Magistrat der Stadt Bamberg mit. Die Anmeldung und die Statuten mit Mitgliederverzeichnis befinden sich heute noch in der Registratur der Stadt Bamberg. Dem „wohllöblichen Stadtmagistrat Bamberg“ wird darin die „ergebene Anzeige“ gemacht, dass sich der Schachclub „gebildet hat, welcher Pflege u. Ausbildung des Schachspiels zum Zweck hat“. Die Bamberger Neuesten Nachrichten berichteten darüber gut 14 Tage später: „Bamberg. Es verdient Erwähnung, daß in jüngster Zeit durch Bildung eines neuen Vereins in unserer Stadt vielseitigen oft gestellten Wünschen entsprochen wurde, indem sich aus den Reihen des Turnvereins ein Schachklubb (!) constituiert hat, der manchen jungen Mann dem so überhand nehmenden Kartenspiel entziehen und einem anerkannt edlen und geistreichen Spiel zuführen wird. Wir wünschen dem jungen Verein, der jetzt schon über 30 Mitglieder zählt … das beste Gedeihen.“
150 Jahre später feiert der Verein nicht nur sich und seine lange von Höhen und Tiefen begleitete Geschichte, sondern hat auch 150 Mitglieder, eine blühende Jugendarbeit und ein reges Vereinsleben. Das WOBLA berichtet in der kommenden Ausgabe noch einmal ausführlich über die verschiedenen Höhepunkte dieses außergewöhnlichen Vereinsjubiläums.

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