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Deutscher Traumstart im Zeichen der Ringe

Seit Freitag ist es Schorschla wieder der Herr der Ringe. Olympische Spiele, das ist für den bekennenden Sportfan alle vier Jahre wie ein zusätzliches Weihnachten.

Sommer- oder Winterspiele, vier, sechs oder auch acht Stunden Zeitverschiebung: Alles egal. Da wird traditionell mitgefiebert, als ob man selbst aktiv wird. Die Faszination Olympia zu erklären, fällt dabei schwer. Doping- und Finanzskandale werden für die wenigen Wochen komplett ausgeblendet, es geht um Emotionen, um das ganze Drumherum, das Spektakel an sich und natürlich auch über Sieg und Niederlage, Bronze oder Blech! Ja, es Schorschla hat das Olympia-Fieber voll gepackt. Bester Beweis: Selbst das Spiel um Platz 3 im Mixed-Curling-Wettbewerb zwischen Russland und Norwegen wurde live angeschaut, am besten kehrte dabei das Ehepaar Anastassija Brysgalowa und Alexander Kruschelnizki den Stein ins Ziel – Bronze für Russland!  Das  Finale zwischen den Schweizer Weltmeistern Jenny Perret und Martin Rios auf den Kanadiern Kaitlyn Lawes und John Morris war bei Redaktionsschluss noch nicht beendet. 

Erst vier Tage blickt die Welt nach Südkorea und doch gibt es schon wieder unzählige Geschichten zu erzählen. Zum Auftakt die farbenfrohe und wunderbar choreographierte Eröffnungsfeier in Pyeongchang, eine perfekte Mischung aus Kunst, Technik und Kreativität. Angeblich gab es während des Feuerwerks sogar einen Hackerangriff auf die Server der Olympia-Organisatoren, der eine Störung im Hauptpressezentrum verursachte. Aber „der Vorfall hat sich nicht auf die Sicherheit der Zuschauer und Athleten ausgewirkt", teilt das Organisationskomitee Pocog offiziell mit.

Vor vier Jahren in Sotschi gab es für die deutschen Athleten nur wenig zu jubeln, lediglich 19 Medaillen waren insgesamt enttäuschend und ließen das Team Deutschland im Medaillenspiegel auf den sechsten Rang abrutschen.

In Südkorea soll diese Bilanz wieder aufgebessert werden. Und bislang läuft alles wie am Schnürchen. Für goldene Momente sorgten bereits Laura Dahlmaier im Spring und Verfolgung, Andi Wellinger beim Sprung von der Normalschanze und Arndt Peiffer ebenfalls im Biathlon-Sprint. Dann noch das Drama um Felix Loch, der vor dem Finallauf seine dritte olympische Goldmedaille im Einsitzer schon so gut wie sicher hatte. Doch dann erwischte er im letzten Durchgang die Kurve neun nicht richtig und brachte so seinen Rennrodel fast zum Stehen. Platz 5, Enttäuschung und Tränen. In der gleichen Sekunde, als Loch zusammengesackt über die Ziellinie fuhr,  rutschte sein Landmann Johannes Ludwig die Bronzemedaille und gewann bei seinem Olymiadebut das erste Edelmetall seiner Laufbahn. Georg Hackl, selbst mehrfacher Olympiasieger und bis heute so etwas wie das Rodel-Original schlechthin, nahm die Sache gelassen auf: "Der Felix wird das überleben, er ist keiner, der den Kopf in den Sand steckt", so ein Missgeschick "ist vielen schon passiert". Ja, neben Glück und Party gehört eben auch ein bisschen Drama zu Olympia. 


Und natürlich auch das Thema Politik. 0:8, 0:8 - sportlich hat die Frauen-Eishockeymannschaft Koreas keine Chance. Doch das vereint spielende Team von Nord und Süd ist trotzdem eines der Highlights der Spiele. Das Publikum in der Kwangdong Hockey Arena schwenkt die  Fähnchen und jubelt den Spielerinnen zu. Das Ergebnis ist zweitrangig. "Meine Spielerinnen waren bereit", erklärt Trainerin Sarah Murray nach Spielende, "heute sind wir zufriedener als nach dem letzten Spiel." Das hatte ihre Mannschaft ebenfalls 0:8 verloren, am Samstag gegen die Schweiz. Murray, eine Kanadierin, trainiert die 23 Süd- und zwölf Nordkoreanerinnen, das Team Korea. Wenige Wochen vor Beginn der Winterspiele in Pyeongchang hatte sie erfahren, dass ihre südkoreanische Mannschaft um ein Dutzend Sportlerinnen aus dem Bruderstaat aufgestockt werden würde. Ein Symbol des Friedens soll die Mannschaft sein, ein Zeichen der Hoffnung auf eine bessere, eine gemeinsame Zukunft auf der koreanischen Halbinsel. Staatspräsident Moon Jae In saß beim Auftaktspiel in der Eishalle, zusammen mit Kim Yo Jong, der Schwester von Nordkoreas Machthaber Kim Jong Un. Zwischen ihnen: Thomas Bach, Präsident des Internationalen Olympischen Komitees (IOC) und Friedensbote auf höherer Mission. Hohe Politik im Schatten der fünf Ringe. So, jetzt muss es Schorschla aber den Stift zur Seite legen. Die Werbepause ist beendet und es geht weiter mit Shorttrack und Slopestyle. Was sich dahinter verbirgt? Weiß es Schorschla auch nicht richtig. Aber es ist spannend. Und es geht um Medaillen. Wie gesagt: Es ist wieder da, das akute Olympiafieber! 

 

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