Coca-Cola als Medizin

Cola goes Manga. Viele Mythen ranken sich um die genauen Zutaten

 

von Coca-Cola. Eines ist aber sicher: Das süße, dunkle Erfrischungsgetränk genießt hierzulande nicht gerade den Ruf, gesundheitsfördernd zu sein. Ganz im Gegenteil: Sein hoher Zuckeranteil und das kostenlose Nachfüllen in amerikanischen Fastfoodläden wird immer wieder für den hohen Prozentsatz an übergewichtigen und an Diabetes erkrankten US-Bürgern verantwortlich gemacht.   

Andere Länder, andere Sitten: Japan ist bekannt für farbenfrohe Verpackungen und skurrile Geschmacksrichtungen bei Lebensmitteln —giftgrünes Kitkat mit Matcha-Geschmack oder würzige BBQ-Reiswaffeln sind nur zwei Beispiele, die dem Schorschla schon beim Lesen die Fußnägel hochrollen lassen. Da fehlte natürlich noch Coca-Cola Plus. In weiß verpackte Flaschen füllt Coca-Cola ein Getränk ab, das kalorienarm sein soll. Außerdem ist es mit Dextrin angereichert, das die Fettaufnahme bei der Nahrungsaufnahme aufhalten soll. Laut Coca-Cola trägt der Stoff zudem zur „Regulierung des Triglyceridspiegels im Blut nach dem Essen bei“.

Das klingt ja fast nach Medizin. Und tatsächlich: Eine Sparte der japanischen Getränkeindustrie fokussiert sich seit Jahren auf funktionelle Getränke, die vermeintlich gesundheitsfördernd und vitalisierend sind. „Food of Specified Health Use”, kurz „Foshu“. Mit der Plus-Brause möchten die Coca-Cola-Drink-Designer vor allem Konsumenten über 40 erreichen, die großen Wert auf eine gesunde Ernährung legen. David Machiels, Produktentwicklungsleiter von Coca-Cola Asia-Pacific, erklärt auf der Konzern-Webseite: „Vor dem Hintergrund seiner alternden Gesellschaft entwickelte sich Japan zuletzt zu einem einzigartigen Markt mit Konsumenten, die extrem auf Gesundheit bedacht und an Funktionalität orientiert sind.“

In Europa hat der US-Getränkeriese einen ganz anderen Fokus. Hier möchte man bei einer anspruchsvollen jungen Zielgruppe punkten. Besonders neue Softdrinks auf Pflanzenbasis oder mit anderen, neuartigen Zutaten lassen sich nämlich zu hohen Preisen verkaufen. Das neue kalorienarme Eisteegetränk „Fuze Tea“ soll Coca-Cola zum nächsten Durchbruch verhelfen. Die „Lebensmittel Zeitung“ zitiert Brian Smith,  Coca-Cola Europe, Middle East & Africa President, mit den Worten: „Ich habe das Gefühl, dieser Launch wird erfolgreich.“
Durch das steigende Gesundheitsbewusstsein vieler Menschen bieten gerade zuckerreduzierte Drinks wie Fuze Tea noch Möglichkeiten, Absatz und Umsatz nachhaltig zu steigern. Für die langfristige Zukunft des Konzerns mit Hauptsitz in Atlanta wäre ein Erfolg auf dem internationalen Getränkemarkt dringend notwendig. Zuletzt hatten Kritiker Coca-Cola die Kompetenz für neue Getränkesegmente abgesprochen. Laut Smith hat der Konzern aber aus den Problemen gelernt: „Wir entwickeln die Märkte nicht Schritt für Schritt, sondern bringen ein komplettes Markenkonzept wie Fuze Tea in ganze Regionen.“ Klingt logisch. Und trotzdem kommt es Schorschla bei diesem Thema ins Grübeln. Wieso kümmert sich ein US-Getränke-Gigant um die Gesundheit der Menschen in Europa und Japan, während das eigene Volk laut aktuellen wissenschaftlichen Studien immer mehr verfettet? Ist das die Geschichte mit dem Prophet im eigenen Land? Oder hat man in Atlanta in Sachen Heimatpflege längst resigniert? Es Schorschla ist überfragt. Und greift im Getränkemarkt lieber wieder zum gewohnten Mineralwasser aus sprudelnden Alpenquellen. „Fuze Tea“ hin oder her!   

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