Balla-Balla - Eine Nation im Fußballfieber

Sie liegen schon bereit: Die schwarz-rot-gelben Luftschlangen

 

– die mit Gold waren leider vergriffen – die Rasseln, Perücken, das günstige Trikot mit dem Bundesadler auf der Brust vom Discounter – fürs Original war es Schorschla dann doch zu geizig. Dazu die Fähnchen für die Autofenster und ein Kästchen schäumende WM-Hopfen-Brause, natürlich kühlgestellt, wenn kurzfristig noch Freunde vom Stammtisch vorbeischauen. Ja, es Schorschla ist seit Tagen im Vor-WM-Fieber und kann es kaum erwarten, dass es am Sonntag endlich losgeht. Die Vorbereitungsspiele waren zwar alles andere als motivierend, aber wir wissen es ja alle: der Ball ist rund, das Spiel dauert 90 Minuten, Deutschland ist eine Turniermannschaft, die nach dem Schlusspfiff den Platz lächelnd als Sieger verlässt. Daran können auch Joachim Löw und sein Best-Buddy Oliver Bierhoff nichts ändern. Hoffentlich. Denn sind wir einmal ehrlich: Wie die beiden stets bestfrisierten Nationalmannschaftstrainer und -manager den Skandal um die Erdogan-Fotos von Herrn Özil und Herrn Gündogan behandelten, war bestenfalls Kreisklasse. Sind halt Fußballer und keine Politiker werden jetzt einige Leserinnen und Leser denken. Aber die Tatsache, dass unser Bundes-Jogi ausgerechnet bei der Beratungsfirma unter Vertrag steht die auch Herrn Özil betreut, hinterlässt doch ein „Gschmäckle“. Damit ist das Thema aber auch fürs Schorschla endgültig erledigt, wenngleich es schon schade ist, dass wir in der Vorrunde nicht direkt gegen die Türken antreten dürfen. Dann hätte Mesut wenigstens mal eine Hymne mitsingen können …

Widmen wir uns den drei Gruppengegnern des amtierenden Weltmeisters. Beginnen wir mit Südkorea. Die kleinen Wirbelwinde hinterließen in den letzten Tagen einen gemischten Eindruck, erst bezwangen sie Honduras mit 2:0, dann verloren sie mit 2:0 gegen den Senegal. Konstanter – wenn auch nicht besser - spielten die Schweden:  Sowohl gegen Dänemark, wie auch gegen Peru trennte man sich unentschieden 0:0, was sicher einiges über die Sturmqualitäten der Skandinavier aussagt. Die Mexikaner, der Auftaktgegner der Deutschen am Sonntag um 17 Uhr, trennten sich ebenfalls 0:0 von Wales um dann bei der Generalprobe gegen Dänemark mit 2:0 unter die Räder zu gelangen. Doch die Stimmung bei den „El Tri“ genannten Südamerikanern soll hervorragend sein, was sie bei einer netten Pre-WM-Party mit 30 Prostituierten eindrucksvoll unter Beweis gestellt haben sollen.  Aber das nur am Rande.

Deutschlands historische 2:1-Niederlage gegen die Österreicher und der 2:1-Sieg gegen Saudi-Arabien versetzten die Nation zuletzt ebenfalls nicht gerade in Feierlaune. Aber wie gesagt: Wir sind ja eine Turniermannschaft. Und das genügt für Euphorie im Lande. Es Schorschla ist jedenfalls bester Dinge. Und wenn die Jungs auf dem Platz ihr Bestes geben und die Gegner schwindelig spielen, dann wird es Schorschla auch wieder am Autokorso teilnehmen, die Fahnen schwingen und „es gibt nur einen Jogi Löw“ singen. Aber wehe, wenn nicht! Dann ist ganz sicher Herr Erdogan am schlechten Abschneiden schuld. Ja, so ist er, der Fußball. Olé, olé, Super-Deutschland ….

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