Und es war Sommer …

Die alljährliche Zeitumstellung von Winter- auf Sommerzeit beschäftigt außergewöhnlich viele Menschen.

Das zeigt auch eine EU-Umfrage, die vor wenigen Tagen. Seit Anfang Juli seien insgesamt mehr als 4,6 Millionen Antworten eingegangen, erklärt ein Sprecher der EU-Kommission. Im Vergleich zu anderen öffentlichen Befragungen ist das ein beachtlicher Teilnehmerrekord.


Es Schorschla hat ja seit gut 35 Jahren ein Problem mit der Stunde vor oder zurück. Denn trotz aller Eselsbrücken und Reime kann sich der Schreiber dieser Zeilen einfach nicht merken, in welche Richtung er die Uhr im Frühling oder Herbst drehen muss. Aber dank Handy und Funkuhren hat sich dieses Problemchen sprichwörtlich von selbst gelöst. Doch zurück zur Umfrage: Die EU-Kommission befragt EU-Bürger und andere Interessenvertreter regelmäßig zu aktuellen Themen. Bisher lag der Spitzenwert einer solchen Umfrage nach Angaben der Behörde 2015 bei 550.000 Antworten. Damals ging es um das Thema Natur- und Tierschutz. Bei der Sommerzeit-Umfrage waren allein in den ersten drei Tagen mehr als 500.000 Online-Fragebögen ausgefüllt worden.

In Deutschland gibt es die Sommerzeit seit 1980, seit 1996 stellen die Menschen in allen EU-Ländern die Uhren am letzten Sonntag im März eine Stunde vor und am letzten Oktobersonntag wieder eine Stunde zurück. Eigentlich soll das Tageslicht besser genutzt und dadurch Energie gespart werden. Der tatsächliche Nutzen ist jedoch umstritten.

Bei der aktuellen Umfrage wurden die Teilnehmer etwa gefragt, welche Erfahrungen sie mit dem Wechsel von Winter- auf Sommerzeit gemacht haben und ob sie für eine Abschaffung oder Beibehaltung der üblichen Zeitumstellung im Frühjahr und im Herbst sind. Außerdem konnten sie in einem Textfeld zusätzliche Bemerkungen machen. Die EU-Kommission betont jedoch ausdrücklich, bei der Umfrage handele es sich nicht um ein Referendum. Vielmehr hatte das Europaparlament die Brüsseler Behörde im Februar beauftragt, Forderungen nach einer Abkehr von der Sommerzeit zu prüfen. Die nicht repräsentative Umfrage ist nur ein Teil der Bewertung, sie ist nicht verbindlich.

Aber interessant ist das Ergebnis auf jeden Fall. Und da wird es richtig interessant. Denn obwohl die Umfrage bereits vor gut einer Woche abgeschlossen wurde, gibt es noch kein Ergebnis. „Bis das Ergebnis der Befragung veröffentlicht wird, dauert es noch. Die Antworten würden nun ausgewertet und in den kommenden Wochen ein Bericht vorgestellt“, erklärt der Sprecher. Da kann es Schorschla wieder einmal nur ungläubig mit dem Kopf schütteln. Bei einer Umfrage, in der online angekreuzt werden musste, ob man dafür oder dagegen sei oder ob einem das Thema schlichtweg egal sei, braucht die EU Wochen für die Auswertung. Ein Wahnsinn! Oder? Natürlich gibt es ernsthaftere Probleme auf unserem Kontinent. Aber wenn man sich schon diesem vieldiskutierten Stündchen mit derartigem Aufwand widmet und das Volk rekordverdächtig interessiert an dieser Zeitmanipulation ist, dann muss man doch auf auswerten drücken und ein vorläufiges Ergebnis melden. Das ist Käfergruppenniveau, das schafft jeder computerinteressierte ABC-Schütze mit der Schultüte in der Hand. Aber egal, früher oder später werden wir es erfahren und dann werden wir entweder immer in der Winter oder der Sommerzeit leben oder – wie gewohnt – zweimal im Jahr die Zeit umstellen. Motto: Wer hat an der Uhr gedreht …

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