Wann schreibt ein Roboter es Schorschla?

Es war zweifellos ein ungewöhnlicher Tatort. Wildschweine, die Berlin unsicher

 

machen und ein Roboter, der Kaffee kocht und später auch noch seinen Besitzer ersticht. Weil der Maschine zuvor von der gehörnten Ehefrau die dazu nötigen Bewegungsablauf eintrainiert wurden. Ein Eifersuchtsdrama – wie so oft in Krimis – alles untermalt von düsterer Musik des Hamburger Elektronik-Komponisten Nils Frahm.

Das gibt’s natürlich nur im Film, denkt sich es Schorschla noch am Sonntagabend beim Zubettgehen. Und liest am Montag auf der Webseite eines bekannten Nachrichtenmagazins, dass laut einer Studie im Jahr 2025 mehr Aufgaben von Robotern erledigt werden als von Menschen. Es geht also um viel mehr als nur ums Kaffeekochen!

Interessante Zahlen, die da auf dem Frühstückstisch vom Tablet blinken. Aktuell werden noch 71 Prozent der Arbeitsstunden von Menschen verrichtet, doch in den nächsten sieben Jahren soll dieser Wert auf 48 Prozent fallen. Die übrigen 52 Prozent, also den Großteil der Arbeit, erledigen dann Maschinen und Algorithmen. So das Ergebnis des Berichts "The Future of Jobs", den das Weltwirtschaftsforum (WEF) am Montag veröffentlichte.
Schon bis 2022 werden weltweit rund 75 Millionen Arbeitsplätze wegfallen beziehungsweise durch Maschinen ersetzt werden. Eine düstere Prophezeiung? Sicherlich. Aber es gibt auch einen Lichtblick. Denn angeblich sollen in den kommenden fünf Jahren auch 133 Millionen neue Stellen geschaffen werden, für die aber teilweise ganz neue Fachkenntnisse nötig sein werden. Einen großen Bedarf an Jobs gebe es zukünftig vor allem bei Datenanalysten, Wissenschaftlern, Softwareentwicklern, E-Commerce- und Social-Media-Spezialisten. Zeitgleich solle auch die Zahl jener Jobs wachsen, die besondere menschliche Fähigkeiten benötigen - wie etwa Verkaufs- und Marketing-Manager, Innovationsentwickler und Kundenberater. Überflüssig werden dürften dagegen klassische Bürojobs sowie Stellen wie Lohnbuchhalter oder Sachbearbeiter. Die Experten des Weltwirtschaftsforums haben für ihre Studie eine Arbeitgeberumfrage zugrunde gelegt. Dafür wurden Top-Manager und Personalchefs von mehr als 300 Unternehmen weltweit befragt, die zusammengenommen mehr als 15 Millionen Arbeitnehmer in 20 Industrie- und Schwellenländer repräsentieren.

Die Frage, inwieweit Digitalisierung und Automatisierung Arbeitsplätze gefährden, ist alles andere als neu. Sie wird seit Jahren heiß diskutiert - auch in der Wissenschaft. Trotz vieler unterschiedlicher Sichtweisen und Analysen scheint aber eines klar: Die Veränderungen haben das Potenzial, Arbeitswelt und Gesellschaft radikal umzuwälzen.

42 Prozent der Anforderungen an die Beschäftigen werden sich schon in den kommenden fünf Jahren ändern. Neben den üblichen Jobvoraussetzungen, sollte ein Arbeitnehmer in Zukunft schließlich auch programmieren und mit Robotern umgehen können. "Damit Unternehmen im Zeitalter der Maschinen dynamisch, differenziert und wettbewerbsfähig bleiben, müssen sie in ihr Humankapital investieren. Ansonsten verlieren sie das Potenzial der Vierten Industriellen Revolution", orakelt Saadia Zahidi, Leiterin des Zentrums für Neue Wirtschaft und Gesellschaft des Weltwirtschaftsforums. Dafür seien drei Strategien entscheidend: Neues Personal mit technischen Fähigkeiten einstellen, komplett automatisierte Arbeitsabläufe entwickeln und Mitarbeiter umschulen.

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