Ein Schoppen „Wier“ oder lieber doch ein Seidla „Bein“?

Wir leben doch im Paradies. Also wir Franken. Zumindest getränketechnisch gesehen.

 

Um die oberfränkische Biervielfalt beneiden uns Hopfenfreundinnen und –freunde rund um den Globus, die Weinberge vielfach ausgezeichneter, unterfränkischer Winzer liegen nur wenige Kilometer entfernt. Ja, das WOBLA-Land ist eine echte Genussregion.
Wobei es Schorschla seinen Bekanntenkreis bislang in zwei Lager unterteilen konnte. Die Bier- und die Weintrinker. Nicht dass sich diese Gruppen in der Praxis komplett voneinander trennen ließen, doch es sind schon zwei Lebensphilosophien, die hier aufeinandertreffen. Ein Wein zur Schafkopfrunde? Geht eigentlich nicht. Ein Bier zur frisch gefangenen Bachforelle? Ist nicht jedermanns Sache.
Doch jetzt zum eigentlichen Schorschla-Anliegen. Wie der Schreiber dieser Zeilen vor wenigen Tagen erfahren hat, experimentieren Winzer und Brauer im Lande gemeinsam an sogenannten „Wein-Bier-Hybriden“. Nach dem Motto: Trauben und Malz, Gott erhalt's! Kein Scherz. Traubenmost und Würze werden gemeinsam vergoren. Die Essenz soll überraschend gut schmecken, erklären die „Braunzer“. Diesen Begriff hat übrigens es Schorschla erfunden. Sie wissen schon: Halb Brauer, halb Winzer! 

Obwohl die Zahl der Hersteller von Hybriden noch klein ist, sind die geschmacklichen Unterschiede enorm. Mal eher bierlastig, mal eher schäumender Traubensaft, mal fruchtig-herb, mal lieblich-hopfig, die Gaumen der Testkunden sind gefordert. Geht der Trend in Richtung Wein-Bier oder doch eher zum Bier-Wein und soll der alkoholisierte Durstlöscher lieber als Schoppen oder Seidla ausgeschenkt werden? Und in Kisten oder Kästen ausgeliefert werden? Als ob wir nicht alle schon genug Probleme hätten. Wier oder Bein? Brauchen wir das wirklich? Kann man einen Sixpack „Bein“ eigentlich im bestens temperierten Weinkeller lagern oder gehört die 0,75-Liter-Flasche „Wier“ ins Bierfach des Kühlschranks? Also, ganz ehrlich: Dem Schorschla ist das alles zu kompliziert. Zur Brotzeit gibt es ein gut gekühltes, frisches „Spezi-Rauchbier“ und danach auf der Couch vielleicht noch ein Gläschen Silvaner vom „Bamberger Stiftsgarten“. Motto: Doppelter Genuss – einer nach dem anderen!

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