Jugendamt sucht „Co-Mamis“ und „Zweit-Papas“

58 Kinder in Bamberg spielen aktuell schon in einer „Mini-Kita“. „Mutter von Beruf“: In Bamberg gibt es 30 „Zweit-Mamis“ – Frauen, die als Tagesmütter aktiv sind. Männer, die sich als „Zweit-Papas“ engagieren, sind dabei immer noch Exoten. In ganz Bamberg haben sich lediglich zwei für den besonderen Job als Tagesvater entschieden. Insgesamt werden derzeit 58 Kinder betreut.

Meistens sind die Kinder nicht älter als drei Jahre. „Die Kinder kommen an einem oder mehreren Tagen pro Woche zur Tagesmutter. Viele Eltern schaffen es nur so, Kinder und Beruf oder Ausbildung unter einen Hut zu bringen“, sagt Barbara Glas-Andersch vom Stadtjugendamt. Immer mehr Eltern entdeckten mittlerweile die Tagespflege als „ideale Lösung“, um ihrem Kind bereits früh Kontakte zu anderen Kindern zu ermöglichen und im Job weiterzumachen.

„Wer sich entschließt, Tagesmutter oder Tagesvater zu werden und zu Hause eine Mini-Kita - mit den eigenen Kindern und den Betreuungskindern - aufzumachen, liegt voll im Trend. Denn die Nachfrage nach Zweitfamilien steigt“, so Glas-Andersch. Früher hätten Großeltern oder Nachbarn die Kinder betreut. Heute seien es die „Berufsmütter“ und „Job-Papas“. Die Tagespflege habe sich längst zu einer wichtigen Säule der Kinderbetreuung in Bamberg entwickelt.

Das „Tagespflege-Management“ liegt beim Stadtjugenmdamt Bamberg. Hier laufen die Fäden zusammen: Die Lizenz für die Mini-Kita Zuhause gibt es nämlich vom Jugendamt. „Wir achten darauf, dass die Kinder Platz zum Spielen und Schlafen haben. Vom Bad bis zur Küche – die Räume müssen kindgerecht sein. Und die Hygiene muss natürlich auch stimmen“, sagt Glas-Andersch. Das Jugendamt berät Tagesmütter und -väter und bereitet sie auf ihre Aufgabe vor. Erst danach gibt es das Mini-Kita-Siegel – die offizielle Erlaubnis zur Kindertagespflege.

„Die Kinder sollten bei der Tagespflege tatsächlich das Gefühl haben, dass sich eine ‚Zweit-Mutter’ oder ein ‚Co-Papa’ um sie kümmert“, so Barbara Glas-Andersch. Ein gutes Gespür für Kinder und Erfahrung im Umgang mit ihnen seien das A und O in der Tagespflege. Der individuelle Blick für jedes Kind sei gefragt. „Die Betreuung wird natürlich bezahlt: Im Schnitt erhalten Tagespflegepersonen für eine 35-40 stündige wöchentliche Betreuung eines Kindes unter 3 Jahren zwischen 703 und 739 Euro im Monat. Eine Tagespflegeperson kann maximal 5 Kinder gleichzeitig betreuen“, so das Jugendamt.

Und auf der Suche nach neuen Tagesmüttern und -vätern in Bamberg ist man im Jugendamt ohnehin: „Wer sich für diesen ‚schönsten Job der Welt’ interessiert und den 7. Sinn für Kinder hat, soll uns einfach anrufen“, so Glas-Andersch. In Zusammenarbeit mit dem Sozialdienst katholischer Frauen bietet das Stadtjugendamt einen kostenlosen Qualifizierungskurs für interessierte Frauen und Männer an, die sich gerne zur Tagespflegeperson ausbilden lassen möchten. Der Qualifizierungskurs umfasst 160 Stunden und erstreckt sich über den Zeitraum von Januar bis Dezember 2017.


Interessierte Frauen und Männer aus dem Stadtgebiet Bamberg setzen sich bitte mit den zuständigen Ansprechpartnerinnen der Kindertagespflege, Frau Barbara Glas-Andersch, Stadtjugendamt, Geyerswörthstr. 1, Zi. 114, Tel. 87-1564, E-Mail: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! und Frau Gisela Beck, Stadtjugendamt, Tel. 871482, E-Mail: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!. in Verbindung.

 

 

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