Wem geht denn da ein Licht auf?

Es Schorschla weiß es eigentlich schon lange. Bamberg ist keine Faschingshochburg! Punkt. Aus. Das ist Fakt! Memmelsdorf? Ok!. Da geht es immer recht närrisch zu. Seit Jahrzehnten.

Wie auch in vielen kleinen Umlandgemeinden. Da steckt viel Herzblut drin. Natürlich nicht vergleichbar mit den Metropolen im Rheinland, in denen die fünfte Jahreszeit einfach nur mit dem Begriff „Ausnahmezustand“ definiert werden kann. Aber immerhin. Hier engagiert man sich, es gibt verschiedene Bürgervereine, die Wägen schmücken und Choreografien einstudieren. Prinzengarden trainieren rund ums Jahr für farbenfrohe und spektakuläre Auftritte. Aber Bamberg? Da gibt es den BRK-Faschingsball. Fraglos eine Institution. Verschiedene Partys in den Innenstadtkneipen. Altweiberfasching im Luitpold. Garten- und Eisbar im Sternla – je nach Witterung. Das Calimeros noch und der eine oder andere Laden in der Sandstraße. Aber dann ist es auch schon vorbei. Früher war da noch das Bootshaus im Hain und der legendäre „Kehraus“. Aber das ist schon ganz lange nur noch Geschichte. Der närrische Sturm aufs Rathaus ist auch noch ein fester Termin im Karnevals-Kalender. Und der Umzug am Faschingsdienstag durch die Innenstadt. Unter uns gesagt: Kein echtes Highlight! Ein paar Wägen, die sich zumindest entgegen der vorgeschriebenen Fahrtrichtung durch Kapuzinerstraße und Lange Straße – wie närrisch – schieben und vor allem Kindern mit Bonbons, Süßigkeiten, Luftschlangen und einigen weiteren Gimmicks die Zeit vertreiben.

Dieser Zug des vermeintlichen Frohsinns schreit also nach Veränderungen. Auffrischungen. Visionen. Aber guter Rat ist auch hier - wie so oft im Leben - teuer. Denn wie bringt man Faschingsmuffel in närrische Höchstform? Ein Vorschlag des veranstaltenden Stadtmarketingvereins für den Faschingsumzug 2019 wird seit vergangener Woche heiß diskutiert, nämlich die Verlegung in die Abendstunden. Der „1. Bamberger NACHTumzug“ am Samstag, 23. Februar 2019, ab 19:30 Uhr. Wow! Das ist mutig. Da gehen dem einen oder anderen schon beim Lesen die Lichter aus. Kleine Kinder – die bisherige Kernzielgruppe - sollten da doch schon längst ihren Schlafanzug tragen. Wie gefährlich ist es, wenn der Nachwuchs in der Dunkelheit nach Lutschern und Schokolade sucht? Wie groß ist das Interesse an einer derartigen Veranstaltung? Wer macht mit? Wer beleuchtet seine Festtagswägen? Und was macht die Stadt am Faschingsdienstag? Fragen über Fragen, auf welche es die unterschiedlichsten Antworten gibt. Da scheint nur einiges ganz sicher. „Nachts sind alle Narren grau“, wie der Volksmund sagt. Oder blau? Ach, es Schorschla ist ganz verwirrt. Aber Potenzial ist sicher da für einen Bamberger Gaudiwurm – wann auch immer. Denn ein altes deutsches Sprichwort aus dem 19. Jahrhundert will wissen. „Es sind mehr Narren als Menschen auf der Welt“. Was sich bis heute ganz sicher nicht geändert hat!

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