"Normal schwere Gruppe" :-)

Niederlande, Nordirland, Estland und Weißrussland. Das sind die Gegner der Deutschen Nationalmannschaft in der Qualifikation für die EM 2020.

Im Grunde genommen eine "Schöne Bescherung“ am 1. Advent. Denn es hätte nach dem Abstieg aus der Nations League und dem unnötigen Last-Minute-Ausgleich der Niederländer im letzten Gruppenspiel auch viel schlimmer kommen können. "Die Gruppe ist normal schwierig, würde ich sagen. Die Niederlande und Deutschland sind die Favoriten - es sollte für beide reichen", kommentierte ein sichtlich erleichterter Joachim Löw am am Sonntag nach der Auslosung im Convention Center von Dublin.

DFB-Präsident Reinhard Grindel sieht es wie immer genauso wie Löw: "Die Niederlande sind sicher der Prüfstein. Aber angesichts dieser Gruppe muss man sich qualifizieren." Bondscoach Ronald Koeman hatte die Deutschen "nicht erwartet": "Ich bin nicht glücklich. Aber die Deutschen sind sicher auch nicht glücklich. Es wird ein harter Kampf."

"Natürlich hätten wir uns eine andere Konstellation gewünscht", hatte der Nationaltrainer noch vor der Reise auf die grüne Insel orakelt. Und blickte trotz der vielen Niederschläge in diesem Jahr zuversichtlich in die Zukunft: "Ich freue mich auf nächstes Jahr, wir haben eine Mannschaft mit guter Perspektive. Wir werden uns für die EM qualifizieren." Die schwächste Bilanz in 111 Jahren Länderspielgeschichte und die "Ohrfeige" (Löw) beim blamablen Vorrunden-Aus bei der WM-Endrunde in Russland sollen endlich abgehakt sein.

Die EM-Endrunde findet vom 12. Juni bis 12. Juli 2020 erstmals auf dem gesamten Kontinent statt. Gespielt wird in zwölf Ausrichterstädten, für Deutschland ist München mit drei Gruppenspielen und einem Viertelfinale dabei. Das Endspiel und die beiden Halbfinals werden im Wembley-Stadion in London ausgetragen. Die Qualifikation wird an fünf Doppelspieltagen im März, Juni, September, Oktober und November ausgetragen. Es qualifizieren sich alle Gruppensieger und Gruppenzweiten, womit 20 der 24 EM-Tickets vergeben sind. Die Auslosung der EM-Gruppen findet am 1. Dezember 2019 statt - obwohl dann die vier Starter, die über die Play-offs (26. bis 31. März 2020) ermittelt werden, noch nicht feststehen.

Im Vorfeld der Auslosung gab es zahlreiche Einschränkungen. So konnten maximal zwei EM-Gastgeberländer in eine Gruppe gelost werden. Drei Kombinationen waren aus politischen Gründen ausgeschlossen (Gibraltar/Spanien, Bosnien-Herzegowina/Kosovo und Kosovo/Serbien). Maximal zwei der zehn Länder mit unsicheren Wetterverhältnissen im Winter - Weißrussland, Estland, Färöer, Finnland, Island, Lettland, Litauen, Norwegen, Russland, Ukraine - durften in einer Gruppe sein. Weitere Einschränkungen griffen für Kasachstan, Aserbaidschan und Island, um große Reisedistanzen zu vermeiden.
Ein Wahnsinn! Es Schorschla blickt da schon lange nicht mehr durch, registrierte aber amüsiert den kläglichen Versuch des DFB-Präsidenten, im Interview nach der Gruppenauslosung auf harter Hund zu machen. Denn er lässt keinen Zweifel daran, was er von Löw auf dem Weg zur Endrunde verlangt. "Ich erwarte mir eine souveräne Qualifikation für die EURO 2020, das ist das Ziel 2019", so Grindel mit mürrischem Blick in die Kamera. Zudem fordert der DFB-Boss, "dass wir den Umbruch konsequent fortsetzen, dass das veränderte Gesicht, das wir in den Spielen gerade in der Nations League gezeigt haben, zu einem ganz neuen Bild der Mannschaft wird". Wow, das hat gesessen. Nordirland, Estland und Weißrussland muss DIE MANNSCHAFT auf jeden Fall hinter sich lassen, eventuell sich noch erfolgreich gegen die Niederlande vor allem für das blamable 3:0 in der Nations League revanchieren.
Hallo! Wir haben ein Spielerpotenzial, um welches uns die ganze Welt beneidet. Wir gehören zu den großen Nationen dieser Sportart, haben nur durch Dummheit, Überheblichkeit und selbstherrliches Auftreten unseren Ruf als echte Turniermannschaft leichtfertig verspielt. Aber unter normalen Gesichtspunkten kann selbst ein Duo Löw/Bierhoff eine EM-Teilnehme 2020 Deutschlands in dieser Gruppe nicht in Frage stellen. Außer der mentale Druck von Herrn Grindel auf das eingespielte „Wir-haben-uns-beide-echt-richtig-lieb“-Duo von Bundestrainer und Sportdirektor wird irgendwann dann doch zu hoch …

 

 

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