Liebe ist schwerer als Wut

Wer hätte das gedacht? Wissenschaftler wollen herausgefunden haben, dass das Gefühl der Wut bei uns Menschen viel leichter zu erzeugen ist als das Gefühl der Liebe.

Selbst in der Adventszeit und in Vorbereitung auf das Fest der Liebe. Völlig jahreszeiten- und witterungsunabhängig. Ja, wir  
Menschen ärgern uns einfach oft und gerne, wir schimpfen, stänkern, fluchen – und haben dabei oft auch noch ein gutes Gefühl. Wir sind „gefangen in der Empörungsmaschine“, mit dem gefährlichen Drang „gesundheitsgefährdender Dauerpanik“, erklären die Forscher.

Aktuelle Beispiele gefällig? Hässliche Weihnachtsbeleuchtung. Viel zu süßer, wie der Franke schimpft „foll babbigger“ Glühwein. Hoher Eintritt bei Weihnachtsmärkten, das Wetter – viel Regen, kein Schnee -, die Bahn, die Merkel, AKK, die blöde Schenkerei, der Weihnachtsbaum, die Silvesterparty und natürlich die Zeit, die einfach nur rennt … Ja, wir haben es nicht leicht, in 2018, und für 2019 ist keine Besserung in Sicht.       

War früher wirklich alles besser? Nein, kann man bei Spiegel online nachlesen. „Die Welt war schon immer so verwirrend wie heute. Sie stand kurz vor ihrem vermeintlichen Untergang, die Menschen wussten es nur einfach nicht. Sie empörten sich über lokale Ungerechtigkeiten, über Baupfusch, mysteriöse Todesfälle, bröckelnde Schulaußenwände und was es noch so in den Lokalnachrichten zu lesen gab. Menschen empören sich gerne, das macht so ein gutes Gefühl. Sie lieben es, sich Klatsch zu erzählen, ein Hobby aus der Steinzeit, das Wissensvorsprung bedeutet“ Zitatende!


Sibylle Berg, Autorin des Buches „Wunderbare Jahre. Als wir noch die Welt bereisten (Carl Hanser Verlag; 192 Seiten; 18 Euro) geht diesem Problem auf den Grund. „Vielleicht ist eines der Probleme heute, dass alle zu viel und zu wenig wissen, dass die meisten jeden Tag nach dem Konsum von 40 kreischenden Überschriften, und einigen halb gelesenen Artikeln das Gefühl haben, in der furchtbarsten aller Zeiten zu leben. Aus der gepflegten Empörung wird eine todesangstähnliche Dauerpanik. Danke Internet! Danke Medien, ihr Geschmacksverstärker der gefühlten Realität“.
Es Schorschla möchte an dieser Stelle, rechtzeitig zum Weihnachtsfest, nur zu gerne einen Gegentrend einläuten. Wir sollten uns wieder mehr freuen statt jammern, mehr lieben statt streiten, mehr genießen statt ungenießbar sein. Probieren Sie es einmal aus, Sie werden überrascht sein, wie einfach es ist. Sicher, ein paar Stunden zum Umprogrammieren der geschädigten Hirnwindungen und negativ geschädigten Synapsen müssen wir uns schon gönnen. Aber dann macht es richtig Spaß. Vor allem die ungläubigen Gesichter der Mitmenschen. Dieses Stirnrunzeln und ungläubige Kopfschütteln nach dem Motto: „Der spinnt ja, der ist zufrieden mit seinem Leben“. Und Sie werden staunen: Diese gute Laune wirkt auch noch ansteckend. Plötzlich es Kollegen und Bekannten keinen richtigen Spaß über „Gott und die Welt“ zu nörgeln, wenn Sie nicht mitnörgeln. Auch das ist bewiesen. Und so kann Weihnachten auf einmal doch noch das werden, was es eigentlich sein sollte: Ein Fest der Liebe! Es Schorschla wünscht schon einmal viel Erfolg. Für den Jahresendspurt 2018. Und natürlich das ganze neue 2019.    

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