Lasst uns doch etwas freundlicher sein

Seid respektvoll und entspannt!

Es ist traurig, aber wahr: Der Umgangston wird immer rauer. Leider. Dabei ist es egal, ob wir über die ohne Zweifel diskussionswürdigen Auftritte einer 16-jährigen Schwedin schimpfen oder uns bei der Verkäuferin in der Bäckerei beschweren, weil das geliebte Körnerbrötchen mit dem 67-prozentigen Roggenanteil um 17.45 Uhr nicht mehr im Regal liegt. Die Nerven liegen blank und ein Großteil der Menschheit nimmt sich einfach zu wichtig. Der Ton macht die Musik, heißt es so schön. Und man kann wohl oder übel erkennen: Es wird aktuell immer lauter, unfreundlicher, hysterischer, aggressiver.

Die Trumps und Johnsons auf unserem Globus dürfen aber nicht die Oberhand bekommen, appelliert es Schorschla immer wieder im Bekanntenkreis. Und begrüßt vor diesem Hintergrund den Vorstoß der Stadt New York. Unter dem Slogan „Hass hat hier keinen Platz“ geht man in Big Apple neue, positive Wege. Die Stadtoberen haben beschlossen, Menschen zu bestrafen, die sich diskriminierend gegenüber Zuwanderern verhalten oder äußern. Ein Vergehen könnte teuer werden.

Ja, die Gesellschaft in den USA – und nicht nur dort – ist tief gespalten. Das liegt natürlich auch an Donald Trump und seinen wöchentlichen Schimpftiraden gegen Gott und die Welt. Seit seinem Amtsantritt im Januar 2017 ist nichts mehr wie es einmal war, ein respektvoller Umgang ist im Weißen Haus eher die Ausnahme, seit der 73-Jährige das Regiment übernommen hat. 

Die größte Stadt im Land der unbegrenzten Möglichkeiten setzt nun ein längst überfälliges Zeichen gegen Ausgrenzung und Diskriminierung. New York hat die Verwendung des Begriffs „illegaler Ausländer“ ab sofort unter Strafe gestellt. Das berichten unter anderem die „New York Post“ und CNN. Auf Twitter veröffentlichte die US-Metropole eine 29-seitige Richtlinie, in der es heißt, dass es ab sofort ebenfalls gegen das Gesetz verstoße, wenn ein Mensch wegen seiner Herkunft dazu aufgefordert wird, in seine Heimat zurückzugehen. Auch die Diskriminierung wegen schlechter Englischkenntnisse könne bestraft werden. Diese Beschlüsse wurden von der sogenannten Kommission für Menschenrechte festgelegt. In Zukunft könne es eine Strafe von bis zu 250.000 Dollar nach sich ziehen – umgerechnet 230.000 Euro. Der „New York Post“ sagte ein Mitarbeiter, dass auch die aktuelle Atmosphäre im Land ein Grund dafür sei. 

Im Grunde ist es sehr, sehr traurig, dass die unsäglichen Entwicklungen der vergangenen Jahre eine derartige Abhandlung und Strafandrohungen überhaupt nötig macht. Wir sollten aber nicht überheblich mit dem Finger nach Übersee deuten, sondern uns an die eigene Nase fassen. Denn alleine die What’s-App-Nachrichten über Greta Thumsberg, die in den vergangenen Tagen von guten Freunden auf dem Schorschla-Handy aufgeploppt sind, verdeutlichen den mangelnden Respekt untereinander. Auch hierzulande. Um Missverständnissen gleich vorzubeugen: Es Schorschla liebt Diskussionen und bezieht auch gerne Stellung. Aber es geht doch um einen Meinungsaustausch, um das Für und Wider zu einem Thema, um den respektvollen Umgang Miteinander – in der Politik wie im normalen Leben, im Büro oder eben im Supermarkt. Denken Sie bitte daran: Beleidigen und Beschimpfen bringt gar nichts – nur weiteren Ärger. Lassen Sie uns einfach ein bisschen entspannter durchs Leben gehen. Das verdient Respekt. Und das macht unser Leben sicher auch etwas lebenswerter!

 

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