Nass-kalt und feucht-fröhlich

O’zapft is, schallte es am Wochenende über die Münchner Wiesn. Die fünfte Jahreszeit im Freistaat ist damit eingeläutet,

rund um die „Bavaria“ herrscht bis zum 03. Oktober der Ausnahmezustand. Wenngleich das 183. Münchner Oktoberfest aufgrund der nasskalten Witterung außergewöhnlich  gemütlich startete. Sehr zur Freude der Sicherheitsbeamten, die auf dem erstmals eingezäunten „Revier“ damit zum Auftakt gut den Überblick behalten konnten. Die wichtigste Meldung vorab: Die Maß kostet 2016 in den Festzelten zwischen 10.40 und 10.70 Euro. Prosit! Zum Wohl!  
Es Schorschla als alter Volksfestfreund schafft es heuer leider nicht in die Landeshauptstadt und genießt lieber das eine oder andere frische Seidla mit seinen Kumpels am heimischen Stammtisch. Und genau hier wurde am Wochenende über eine aktuelle Studie heiß diskutiert. Denn mit großem finanziellen und zeitlichen Aufwand haben hochintelligente Wissenschaftler jetzt Bahnbrechendes herausgefunden: Unter Nüchternen fühlt man sich schneller betrunken! Wahnsinn! Unfassbar!
Also noch einmal zum Mitschreiben und Mitdenken: Für wie betrunken man sich hält, hängt offenbar auch von der Umgebung ab, berichten die Forscher. Sind viele Nüchterne in der Nähe, schätzen Trinker ihren Pegel und die Risiken von Alkohol realistischer ein.
Alleine trinken macht bekanntlich nur wenig bis gar keinen Spaß. Ja, in Gesellschaft trinkt es sich eben auch anno 2016 am besten. Am Oktoberfest. Aber auch in der fränkischen Lieblingskneipe. Wobei unabhängig vom Trinkort immer auch ein psychologischer Effekt zum Tragen kommt: Wer von anderen Betrunkenen umgeben ist, schätzt seinen eigenen Alkoholpegel geringer ein und greift entsprechend leichter zum nächsten Bier, berichten Forscher im Fachmagazin "BMC Public Health".
Simon Moore von der Cardiff University und seine Kollegen haben an einem Wochenende gut 1860 Partywütige im Durchschnittsalter von 27 in einen Promilletester pusten lassen. Bei jedem Testkandidaten dokumentierten sie, wo er gefeiert hatte und verglichen anschließend, wie betrunken die Menschen aus derselben Partylocation waren. 400 Partygänger gaben zudem an, wie betrunken sie sich fühlten und wie sie die gesundheitlichen Risiken ihres Trinkens bewerteten. Wie falsch die Studienteilnehmer ihren Pegel einschätzten, hing von ihrer Umgebung ab: Hatten die anderen Besucher eines Lokals im Schnitt weniger getrunken als sie, schätzten sie ihren Alkoholkonsum vergleichsweise hoch ein. Umgekehrt fühlte sich ein vergleichbarer Proband, der mit Vieltrinkern zusammen feierte, weniger alkoholisiert. Auch die gesundheitlichen Risiken des Alkoholkonsums unterschätzte er eher.
Nur zur Info: Als gesundheitlich unbedenklich gilt eine Grenze von 12 Gramm Alkohol pro Tag, bei Männern sind es 24 Gramm. Das bedeutet, eine Frau sollte maximal 0,25 Liter Bier oder 0,1 Liter Wein am Tag trinken, ein Mann maximal 0,5 Liter Bier oder 0,2 Liter Wein. Zudem sollten Frauen und Männer an mindestens zwei Tagen in der Woche keinen Alkohol zu sich nehmen. Soviel zur trockenen Theorie. Auf die Gesudnheit!

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