Es Schorschla

Also es Schorschla ist schon erstaunt: Als Mitglied einer Generation, welche die 60er Jahre des vergangenen Jahrhunderts noch miterlebt hat,

 

sind Erkenntnisse wie jüngst von einem australischen Professorenteam veröffentlicht schon mehr als bemerkenswert: „Wer über 40 Jahre alt ist, sollte nicht mehr als 30 Stunden die Woche arbeiten – ansonsten schadet er seinem Gehirn“. Wow! Was für eine Aussage? Nochmal in aller Kürze: Älter als 40, weniger als 30 Stunden pro Woche. Sonst Hirnschaden. Quelle: Der Newsletter der Universität Melbourne. Laut den Wissenschaftlern in „Down Under“ leidet die Denkfähigkeit in diesem Alter, wenn das Arbeitspensum zu hoch ist. Und es kommt noch besser: Hohe kognitive Fähigkeiten, also Wahrnehmung, Aufmerksamkeit, Erinnerung, Lernen, das Problemlösen, die Kreativität, das Planen, die Orientierung, die Imagination, die Argumentation, die Introspektion, der Wille und das Glauben  wurden bei Testpersonen gemessen, die in einer Drei-Tage-Woche arbeiten.

Das muss doch Konsequenzen haben: Wenn es Schorschla drei Tage die Woche neun Stunden arbeiten würde – man muss ja das System nicht bis aufs Letzte ausreizen – denn wäre alles perfekt. Altersgerechte  27 Wochenstunden, dann wäre die Kreativität auf Dauer gesichert. Die Hirnsynapsen hätten den perfekten Durchsatz, nicht unter- nicht überfordert: Nachhaltiges Denken – gilt für Körper und Geist.  

Mehr als 3.000 Männer und Frauen haben an der Studie teilgenommen, die im Rahmen der nationalen Befragung zu Einkommen und Arbeit durchgeführt wurde. Die Probanden mussten an verschiedenen Tests teilnehmen, um ihre kognitiven Fähigkeiten unter Beweis zu stellen. Dazu zählten Erinnerung, Lernen und Aufmerksamkeit.
Das Schlusslicht bildeten diejenigen, die noch mit über 40 Jahren in Vollzeit arbeiten. Studienteilnehmer, die in höherem Alter nur 25 bis 30 Stunden arbeiten, zeigten sich währenddessen geistig fitter. Laut der Studie hat dieses Arbeitspensum positive Auswirkungen auf das Gehirn.

Jetzt der Hammer: Für den Geist sei es sogar förderlicher, ab 40 Jahren gar nicht zu arbeiten, als eine 60-Stunden-Woche zu haben. Von wegen: Arbeit hält jung. Alles Quatsch!
Die Wissenschaftler erklären, dass es sich bei dem Grad der Arbeit immer um ein zweischneidiges Schwert handle: „Arbeit kann die Hirnaktivitäten stimulieren, aber gleichzeitig können lange Arbeitszeiten und gewisse Anforderungen der Arbeit Müdigkeit und Stress hervorrufen, die die kognitiven Fähigkeiten potentiell beschädigen können“, heißt es in der Studie. Welche Ursachen das genau hat, ist noch nicht geklärt.

Es Schorschla freut sich jedenfalls schon auf das nächste Jahresgespräch mit seinem Chef. Denn das Modell für nächstes Jahr ist klar. Zumindest fürs Schorschla. Wobei auch die Reaktion vom Boss wohl vorhersehbar ist. Der Wunsch nach 27 Wochenstunden an drei Arbeitstagen wird wohl ungläubiges Kopfschütteln hervorrufen. Vielleicht haben sich ja dann alle Gedankenspiele Ruckzuck erledigt und es Schorschla sitzt ohne Job auf der Straße. Wäre auf den ersten Blick echt blöd, aber im Grunde gut für den Geist. Sagen die Wissenschaftler in Melbourne. Und klar ist natürlich: Ohne Job und Geld sind die kognitiven Fähigkeiten besonders gefragt. Wie heißt es doch so schön: Not macht erfinderisch. Nicht nur in Down Under!

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