"Wetten, dass..?":

Sie kennen Jan Böhmermann? Es Schorschla ist da ganz ehrlich: Ohne dieses vieldiskutierte - weil wirklich beleidigendes

 

- Erdogan-Gedicht wäre der junge, angeblich aufstrebende Fernsehmoderator, dem Schreiber dieser Zeilen gänzlich unbekannt. Bis vergangenen Donnerstag. Denn ja hat dieser freche Böhmermann etwas gewagt, wogegen selbst die Zeile mit der Vorliebe des türkischen Präsidenten für Esel, oder waren es Ziegen, wie ein harmloser Kinderstreich klingt. Er hat sich an die „Heilige Kuh“ der  Deutschen Fernsehunterhaltung herangewagt. An nichts Geringeres als Thomas Gottschalks und Frank Elstners "Wetten, dass..?"
 
Und wie er das gemacht hat! In glitzernden Slippern, theatralisch in der Gestik, mit Ehrengästen auf der Couch, die schnell zu ihrem Flieger müssen, mit der obligatorischen Frage „Welche Kamera“, mit Live-Musik – diesmal DJ Bobo statt Robbie Williams  -  und dem Abschluss-Blumenstrauß in Zellophan. Damit aber nicht genug: Natürlich gab’s auch einen Bagger, ein Wettkind und das Spiel mit dem Publikum in Form der altehrwürdigen Saalwette. Sie haben die "Neo Magazin Royal"-Show verpasst? Schade. Aber dann fasst eben es Schorschla kurz zusammen.

Angekündigt wurde "Wetten, dass..?" als zweiteiliges, jeweils 45-minütiges Revival.  "Wir haben hier ein Erbe mit Respekt zu behandeln", hatte Böhmermann im Vorfeld verlauten lassen und seine Fans und alle  "Wetten, dass..?"-Freunde mit dem Gottschalk-Klassiker "Da simmer wieder!" und einem breiten Lächeln begrüßt. Was folgte, war Humor für die junggebliebene "Wetten, dass..?"-Generation und die Böhmermann-Gemeinde.

Die scheinbar unvermeidliche Baggerwette, für welche natürlich zum Außenmoderator geschaltet wurde, brachte den Faktor Erotik ins Spiel.  Baggerfahrer Bruno Dröse aus Geilenkirchen wollte seine Frau mithilfe seines Baggers zum Orgasmus bringen. Er hatte dafür immerhin gut eine halbe Stunde Zeit, es wurde hin- und hergeschaltet und die bereits angegraute Bagger-Frau nahm schon einmal auf einem Gynäkologie-Stuhl platz.  
Derweil sollte das gewohnt nervige Wettkind – diesmal eine neunmalkluge Zwölfjährige -  mit nackten Füßen die Gesichter und Parteizugehörigkeiten von Politikern ertasten. Ganz nebenbei gelang in dieser Wetter der ultimative Humorhöhepunkt, als die Schülerin beim „fuseln“ mit dem Grünen-Politiker ausrief: „Ich spüre ein Veganer-Gebiss!"
Sie fragen nach der Saalwette? Auch ein Hammer: Böhmermann wettete, dass es im Laufe der Sendung nicht gelingen wird, fünf saarländische Paare in die Halle zu schaffen, die zwar verheiratet, aber keine Geschwister seien. Ja, Böhmermanns "Wetten, dass?" war einfach anders. Modern-frivol-geschmacklos. Ob es eine Fortsetzung geben wird? Ganz sicher. Mangels Sendezeit kündigte der „Gottschalk 3.0“ an, die Show auf mindestens zwei Ausgaben à 45 Minuten verteilen zu wollen. Oder eben so viele, bis man damit fertig endlich sei.

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