Als First Gentleman ins „Weiße Haus“

Der männliche Gegenpart einer Lady ist der Gentleman. Logisch. Drum heißt es ja auch immer „Ladys and Gentleman“.

 

Weshalb es Schorschla sich mit diesem Thema beschäftigt? Ganz einfach. Die US-Wahl. Denn gehen wir einmal davon aus, dass die Mehrheit der Amerikaner sich am 08. November zu einem Kreuzchen für die demokratische Partei entscheiden wird. Oder besser gesagt: Hoffen wir es! Denn ein Donald Trump als mächtigster Mann der Welt ist für alle Menschen mit einem Funken politischem Interesse und Verstand einfach nicht weniger als ein furchtbarer Albtraum.
Also setzen wir trotz aller E-Mail-Skandale und den alles andere als hohen Sympathiewerten für Hillary Clinton auf eine US-Präsidentin. Dann wird ihr Mann – bekanntlich selbst von 20. Januar 1993 bis 20. Januar 2001 der 42. US-Präsident – in neuer Rolle ins Weiße Haus einziehen: Als „First Gentleman“. Ja, sogar als erster „First Gentleman“ der US-Geschichte.
Paula Jones, Kathy Shelton, Juanita Broaddrick. Drei Damen, die Bill Clinton sexuelle Übergriffe vorwerfen. Drei Frauen, die sich von Donald Trump zu Wahlkampfzwecken vor die TV-Kameras zerren ließen. Ja, „Billy Boy“, der adrette, inzwischen elegant ergraute Vorzeige Ex-Präsident, ist für vieles bekannt. Aber eben nicht gerade für die eheliche Treue. Was vor allem an der wohl berühmtesten Praktikantin Amerikas, Frau Monika Lewinsky, liegt. Diese Episode macht das „Oval Office“ zum „Oral Office“, sorgte für einen präsidialen Meineid beziehungsweise eine bis dahin unbekannte Wortklauberei zu Themen wie: „Wo fängt Sex an? Wozu werden Zigarren gedreht? Und wer leidet mehr unter erotischen Ausschweifungen am und auf und unter dem Schreibtisch: Der Präsident oder seine Praktikantin?

Aber diese Geschichten sind inzwischen lange her und es Schorschla schweift vom eigentlichen Thema ab. Denn hier geht es um die Tatsache, dass Herr Clinton in wenigen Wochen als Nach-wie-vor-Ehemann seiner Hillary an die alte Adresse „1600 Pennsylvania Ave NW, Washington, DC 20500, Vereinigte Staaten“ zurückkehren wird. In das prunkvolle Anwesen mit mehr als 132 Räumen, 35 Badezimmern, 412 Türen, 147 Fenstern, 8 Treppenhäusern, 3 Aufzügen, einem Swimmingpool, einem Tennisplatz, einem Kinosaal, einer unter Präsident Richard Nixon eingerichteten Kegelbahn sowie einem von Barack Obamas in Auftrag gegebenem Basketballfeld. Hier werden es sich die Clintons also gemütlich machen, von hier werden sie Amerika repräentieren und Staatsgäste aus aller Welt empfangen. Hillary als Präsidentin, Bill als „First Gentleman“. Man darf gespannt sein, ob sich dieses illustre Pärchen dann auch entsprechend lady- oder gentleman-like benehmen wird. Ein passende Randnotiz: Die Farbe des Weißen Hauses stammt aus der Produktion der in Diedorf bei Augsburg ansässigen Firma „Keimfarben“. Ein Creme-Weiß namens „Whisper White“. „Klassisches Flüsterweiß“. Und wann weiß ja nie: Vielleicht ist es ja das Beste, wenn das Geflüster aus dem Haus, welches auf der Rückseite der amerikanischen 20-Dollar-Note zu sehen ist, die dicken Wände der weltberühmten Präsident(innen)villa, nie verlassen wird?

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