„Merkel darf in Bayern hängen“

Sie kommt, sie kommt nicht. Sie kommt, sie kommt nicht ... Die CDU-Vorsitzende und Bundeskanzlerin Angela Merkel

 

wird Ende nächster Woche nicht als Gastrednerin zum Parteitag der Schwesterpartei CSU aufreten. Ein Tabubruch? Ein Affront? Eiszeit zwischen Berlin und München? Jein. Denn im Grunde ist diese Entscheidung mehr als verständlich. „Die Kanzlerin habe sich in einem vertraulichen Vier-Augen-Gespräch mit dem CSU-Vorsitzenden Horst Seehofer im Kanzleramt darauf geeinigt, nicht zu kommen“, schreibt die "Bild am Sonntag".

Nach vielen Querelen zeichnet sich ab, dass die CSU im Bundestagswahlkampf 2017 eine erneute Kanzlerkandidatur Angela Merkels unterstützen wird. "Angela Merkel ist unsere Kandidatin. Daran kann es keinen Zweifel geben", erklärt beispielsweise CSU-Vizechef Manfred Weber dem SPIEGEL. "Und ich würde mir wünschen, dass diese Aussage rasch kommt - von ihr und von uns." Die Erinnerung an den Eklat beim Parteitag im vergangenen Jahr ist noch frisch. „Es habe keinen Sinn, offene Sachfragen auf der Bühne zu klären“, meint Bayerns Wirtschaftsministerin und CSU-Vize Ilse Aigner. "Wie es aussieht, wenn man den Dissens zelebriert, haben wir im vergangenen Jahr erlebt. Das müssen wir nicht wiederholen."


Beim Parteitag 2015 hatte Seehofer die Kanzlerin direkt nach ihrer Gastrede auf der Bühne angegriffen. Dies hatte die Stimmung zwischen den Schwesterparteien schwer belastet. Derzeit bemüht man sich aber um Einigkeit: Eine Annäherung beider Parteien sei auf einem guten Weg, aber die Lösung aller Streitpunkte noch nicht abgeschlossen, heißt es aus offiziellen Kreisen. Zentraler Punkt in der Auseinandersetzung zwischen Seehofer und Merkel ist nach wie vor die CSU-Forderung nach einer Obergrenze in der Flüchtlingspolitik. Merkel lehnt eine solche Grenze kategorisch ab.

Als kleines Bonbon und ein Zeichen der Cristlich-Sozial-Demokratischen-Wiedervereinigung kann man folgende Meldung vom Wochenende werten. „CSU-Politiker wollen im Bundestagswahlkampf auch Merkel-Plakate aufhängen“, berichtet die "Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung". "Ich persönlich gehe davon aus, dass es im Bundestagswahlkampf selbstverständlich auch in Bayern Angela-Merkel-Plakate geben wird", sagt der innenpolitische Sprecher der CDU/CSU-Fraktion im Bundestag, Stephan Mayer. Er sei zudem überzeugt, "dass Angela Merkel im nächsten Bundestagswahlkampf in Bayern auftreten wird", so Mayer. Und noch eine CSU-Strategie hat es Schorschla aus gut unterrichteten Kreisen erfahren: Inhaltlich wird sich die CSU auf dem Parteitag gegen Rot-Rot-Grün und den "politischen Islam" positionieren. Motto: „Wir schaffen das!“

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