Markus Lüpertz gibt Benefizkonzert in St. Elisabeth

Die ersten zwei Fenster können beauftragt werden. Seit Juni 2016 werden die Originalentwürfe für acht gotische Fenster

 

in St. Elisabeth im Sand, von Prof. Markus Lüpertz gestaltet, am Ort der späteren Verwendung ausgestellt. Seit der Eröffnung ist die Ausstellung überwältigend besucht, so Architekt Christoph Gatz. „An jedem Wochenende sind, obwohl nur jeweils von 15 bis 18 Uhr geöffnet,  rund 400 Besucher gekommen. Das sind rund 7000 Besucher insgesamt. Ein wirklich großer Erfolg“, so Gatz. Interessant sind für Gatz die Vielzahl der Spender, die nach dem Kesselhaus nun, aufgrund der Aufhängung der kompletten Entwürfe in der St. Elisabethenkirche, erneut spenden. Die hohe Spendenbereitschaft der privaten Spender,  ermögliche es auch, die zwei ersten Fenster zu beauftragen, freut sich Gatz.

Geplant sind nun auch mehrere Benefizkonzerte in der Kirche, unter anderem mit Domorganist Markus Willinger. Zudem wird es ein Benefizkonzert in der Konzert- und Kongresshalle mit Abrecht Mayer geben. Ein erster Höhepunkt ist natürlich das Jazzkonzert mit Markus Lüpertz am Samstag, 05.11., um 19 Uhr in der Kirche St. Elisabeth. Sitzplätze zum Preis von 25 Euro und Stehplätze zum Preis von 15 Euro können beim Weinhaus H+H, Obere Sandstr. 31, Tel 0173-3634036 ; Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!, reserviert werden.

Die künstlerische Gestaltung der Fenster soll komplett durch Stiftungen, Spenden und Sponsoren finanziert werden. Um dafür zu werben hat sich die „Initiative Glasfenster Markus Lüpertz“ zusammengeschlossen. Seit Juni sind die acht Entwürfe, die im Maßstab Eins zu Eins gestaltet sind, in St. Elisabeth zu bewundern. Auf fünf Meter Höhe und 1,50 Meter Breite thematisieren sie Szenen aus dem Leben der Kirchenpatronin Elisabeth, denen jeweils Werke der Barmherzigkeit zugeordnet werden.

Die Fensterentwürfe zeigen ihre bildgewaltige Handschrift und überzeugen durch ihre expressive Kraft. Noch fehlt natürlich die Materialität von Glas und Licht und die geplante technische Ausführung mit klassischer Bleiverglasung. Die Entwürfe visualisieren dennoch eindrucksvoll, welch großartiges Gesamtkunstwerk die Elisabethenkirche werden könnte. Nicht nur eine Ergänzung des bereits bestehenden Skulpturenweges in Bamberg, „sondern ein singuläres Ereignis zeitgenössischer Kunst von internationalem Rang“, wie es Oberbürgermeister Andreas Starke im Hinblick auf die Ausstellung formulierte.

Die Verbindung zwischen der Stadt Bamberg und Markus Lüpertz besteht seit mittlerweile zehn Jahren. 2006 fand in Bamberg die von der Villa Concordia und ihrem damaligen Leiter, Prof. Dr. Bernd Goldmann organisierte Großplastikenausstellung von Lüpertz-Skulpturen in der Innenstadt statt. Seit 2009 ziert sein „Apoll“ den Platz vor der Elisabethenkirche. Bei der Suche nach dem besten Standort für den „Apoll“ kam Lüpertz auf die Idee, nicht nur seine Skulptur in die Kirchennische zu stellen, sondern auch die Fenster der Kirche künstlerisch zu gestalten. Er hat bereits die Fenster von verschiedenen Gotteshäusern entworfen und realisiert, z.B. von St. Andreas in Köln. Die Deutsche Bischofskonferenz hat nun über das Diözesanmuseum einen Entwurf für eine Ausstellung in Bonn ausgeliehen.

Rings um die Ausstellung hat eine Predigtreihe zu den einzelnen Entwürfen begonnen, zudem finden Vorträge statt. Dr. Barbara Kahle sprach bereits zur Baugeschichte der Kirche, die Kunsthistorikerin Dr. Birgit Kastner hielt einen Vortrag über die Künstlerfenster der Moderne. Den nächsten Vortrag wird der Glasspezialist Wilhelm Derix halten, der Glasprojekte auf der ganzen Welt realisiert hat: Fenster von Gerhard Richter im Kölner Dom, von Johannes Schreiter in Notre Dame, Imi Knoebel in der Kathedrale von Reims, Narcissus Quagliata in Taiwan, Günter Grohs im Naumburger Dom, sowie alle Fensterprojekte von Markus Lüpertz.

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