Privatleben!? So ein Quatsch

Das war tatsächlich mal wieder ein sportlicher Paukenschlag: Nach einer nervenaufreibenden

und spannungsgeladenen Formel-1-Saison, vielen team-internen Querelen mit seinem Mercedes-Kollegen Lewis Hamilton und einem finalen Showdown beim Großen Preis von Abu Dhabi – verbunden mit Platz 2 und seinem ersten WM-Titel – ließ der frisch gebackene Champion Nico Rosberg am Freitag eine Bombe platzen. DAS WAR’S! SCHLUSS! AUS UND VORBEI! FORMEL 1 – SCHÖN UND GUT. ABER AB SOFRT OHNE MICH!Wow! Das hat gesessen. Gerade einmal 31 Jahre jung, eben erst von der WM-Party zurückgekehrt, plötzlich der Star der gesamten Szene. Und dann das!? Rücktritt? Nach einem einzigen Titel? Unangekündigt. Von heute auf morgen! Ein Skandal. Nehmen wir einmal Niki Lauda. Er kann Nico Rosbergs Rücktrittsentscheidung so gar nicht nachvollziehen. Auf der Toilette am Stuttgarter Flughafen wurde er von Mercedes-Motorsportchef Toto Wolff informiert. Und Nico ist richtig sauer. Über Nacht habe man jetzt ein "Riesenproblem", stehe da ohne Fahrer. Nein, ein richtig Großer sei Rosberg durch diese Entscheidung nicht: Die mehrfachen Weltmeister wie Michael Schumacher oder Sebastian Vettel seien für ihn immer "die wirklich richtig guten Rennfahrer" gewesen. Und das sei auch seine Motivation gewesen, seinen Titel stets zu verteidigen, so Lauda.
„Ich folge einfach meinem Herzen, das fühlt sich total richtig an”, erklärte Rosberg fünf Tage nach seinem Titelgewinn. Künftig wolle er sich ganz seiner Familie widmen. Familie statt Formel 1?, das geht doch gar nicht.  Noch einmal Nici Lauda. Dass ein Rennfahrer "gegenüber seiner Frau ein schlechtes Gewissen" habe, weil die sich mit dem gemeinsamen Kind alleine beschäftigen muss, das "hat es zu meiner Zeit überhaupt nicht gegeben", meint der 67-Jährige gegenüber 'Sky.de'. "Wir haben eine Verantwortung gehabt, für ein Team zu fahren, dafür, Leistung abzuliefern. Und das heißt, Weltmeister zu werden." Auch Ex-Formel-1-Pilot Christian Danner kann nicht verstehen, dass für einen Rennfahrer mit wahrer Leidenschaft das Privatleben wichtiger sei als der sportliche Wettkampf. "Früher hat man alles der Formel 1 untergeordnet", sagt er gegenüber dem 'Blick'. Ein moderner Grand-Prix-Pilot mache des aber nicht mehr aus Liebe zum Wettkampf, sondern "wie Rosberg" nach einem "Fahrplan. Die wirkliche Liebe zum Motorsport ist jetzt nicht mehr stark genug, um zu beißen."

Doch was sagt eigentlich die Ehefrau Rosbergs? "Ja, ich bin glücklich, sehr glücklich", so Vivian Rosberg gegenüber 'Formula1.com'. Sie sei stolz auf den Mercedes-Piloten, dass er zu diesem Zeitpunkt in seiner Karriere diesen Mut hatte. Daher freue ich mich wirklich für ihn."
Und auch Mercedes-Motorsportchef Toto Wolff gibt seinem Schützling Rückendeckung: "Am Ende zählt nur, was für ihn wichtig und gut ist - mit dem notwendigen Respekt für das Team. Und den hat er."

Auch Hamilton respektiert die Entscheidung, speziell aufgrund von Rosbergs neuartiger Familiensituation. "Die Formel 1 frisst sehr viel vom Familienleben auf", erklärt der 30-Jährige, der als Single noch vorhat, ein wenig weiterzumachen, aber selbst erleben musste, wie die intensive Zeit als Superstar eine Beziehung zerstören kann. Nicos Rennsportkollegen zollen ihm Respekt. Nico Hülkenberg: "Respekt, Nico! Hoffe du wirst deine Zeit beim Grillen genießen"; Carlos Sainz jun.: "Boom! Nico, du hast uns alle überrascht. Großartiger Weltmeister, genieße den Erfolg und deine wohlverdiente Zeit mit der Familie!“; Martin Brundle: "Diese Granate habe ich nicht kommen sehen. Viel Glück, Nico, in deinem nächsten Abenteuer mit deiner Familie. Du bist ein Mann mit Qualität, es ist schön, dich zu kennen.";  Johnny Herbert: "Wow, Nico Rosberg tritt als Weltmeister zurück... was für eine großartige Weise, die Karriere zu beenden. Genieße deine Familienzeit; Nigel Mansell: "Nico, was für eine mutige und nochmals mutig Entscheidung! Da hat jemand ein paar durchschlagende Argumente. Brillanter Weltmeister."

Ja, es habe ihm Rosberg selbst viel Mühe gekostet, diese Nachricht zu verkünden, erklärt Rosberg. Doch er wurde positiv überrascht, wie er zugibt: "Im Allgemeinen waren die Reaktionen sehr nett und verständnisvoll. Das war sehr cool, weil ich nicht wusste, was ich zu erwarten hatte. Mein bester Freund allerdings schrieb mir: 'Oh Jesus! So muss es sich damals für meine Schwester angefühlt haben, als Take That sich trennten.'" Was für ein Schlusswort!? 

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