Neues vom „Heiligen Stuhl“

Eben erst sprach Papst Franziskus den Weihnachtssegen auf dem Petersplatz, kurz zuvor

 

feierte Papst Franziskus seinen 80. Geburtstag. Oder besser gesagt: Er ließ sich feiern. Sehr dezent. Nicht mehr als nötig. Und er nahm seinen großen Tag zum Anlass für einen ungewohnt aggressiven Appell an die Medien. So beklagte er, dass "die Medien" einen Hang dazu hätten, publizistische Körperausscheidungen zu verbreiten - und mancher Konsument diese dann allzu gerne auch schlucke. Unappetitlich Aussagen. Oder: „Heilige Scheiße“, wie „Spiegel online“ passend kommentiert.

Eigentlich nichts Neues: Franziskus beschrieb ja auch schon seinen römischen Hofstaat als „Lepra des Papsttums“. Ja, der aktuelle Papst ist für wuchtige Worte bekannt. Und entsprechend gefürchtet. Nicht nur in seinem Hofstaat und seinem direkten Umfeld. Eine ungewohnte Ehrlichkeit, welche nicht nur es Schorschla ausdrücklich bislang ausdrücklich an ihm schätzte.

Jetzt hat sich der Pontifex also "die Medien" vorgeknöpft. Also irgendwie die Kollegen vom Schorschla. Oder vielleicht sogar es Schorschla selbst. In einem 40-minütigen Interview mit dem katholischen Blatt "Tertio" aus Belgien verstieg er sich kurz vor Weihnachten zu unappetitlichen Vergleichen. "Die Medien sollten sehr klar sein, sehr transparent, und - nichts für ungut, bitte - nicht der Koprophilie verfallen", fordert der Papst. Kopro… was!? Da muss es Schorschla googeln und wird auf Wikipedia fündig: Mit der Koprophilie (gr. für ‚Dung‘, ‚Mist‘, ‚Kot‘) bezeichnet man den sexuellen Lustgewinn durch menschlichen Kot bzw. dessen Ausscheidung.
Franziskus erklärt: „Der Drang, stets nur über Skandale und die "hässlichen Dinge" zu berichten, ähnelt seiner Ansicht nach diesem Fetisch. Ein eigenartiger Vergleich, der – sagen wir es einmal so – zum Himmel stinkt. Die Medien würden Desinformation betreiben, nur die Hälfte der Wahrheit verbreiten und es den Menschen unmöglich machen, sich ein Urteil zu bilden, wettert der Papst.

Natürlich ist die drastische Mahnung des Papstes auch in Zusammenhang zu sehen mit der weltweiten Debatte über gefakte News und die Frage, ob etwa Donald Trump nur mithilfe gelenkter Falschmeldungen die US-Präsidentschaft gewinnen konnte. Medien würden instrumentalisiert, um Personen zu diffamieren, dabei "hat jeder Mensch das Recht auf einen guten Ruf".

Manchmal vergreift sich offensichtlich auch der Heilige Vater im Ton, was ihn als Vertreter Christi auf Erden plötzlich menschlich erscheinen lässt und durchaus Pluspunkte bei den Gläubigen bringt. Aber bei aller Ehrlichkeit äußert er sich manchmal auch über Themen, die nicht gerade zu seienr Kernkompetenz zählen. Etwa die Kindererziehung. Wenn ein Papst behauptet, ein Klaps auf den Po habe noch keinem Kind geschadet, wünscht  sich nicht nur es Schorschla, seine Berater hätten ihn ein wenig eingebremst. Da schlägt wahrscheinlich auch der Liebe Gott manchmal die Hände über dem Kopf zusammen. Und das nicht nur kurz nach weihnachten. Urbi et orbi …

Bamberg aus einer ganz neuen Perspektive erleben!

Auf unserer mobilen Webseite haben wir ein kleines Schmankerl für Sie.
Besuchen Sie uns über Ihr Handy und erleben Sie Bamberg auf eine völlig neue Art.