Der O-Ton

Rhetoriktrainer Michael Ehlers

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Heute im Gespräch: Rhetoriktrainer Michael Ehlers

„Jeder Kunst liegt ein Handwerk zugrunde“

Für die meisten von uns wäre dieser Auftritt der absolute Supergau, für Rhetoriktrainer und Speaker Michael Ehlers war es der bisherige Höhepunkt seiner außergewöhnlichen Berufskarriere: Ein Auftritt beim Greator Festival in der Kölner Lanxess Arena vor mehr als 10.000 Menschen. 

Frage: Als Speaker neben Gary Vaynershuk aus den USA, Laura Maria Seiler, Jochen Schweizer, Dr. Stefan Frädrich und Miriam Höller auf der größten Bühne Europas in der Lanxess Arena Köln aufzutreten. Wie lange hat es gedauert, dort hin zu kommen?

Michael Ehlers: Als junger Kerl war ich Anfang der 90er auf einer Motivationsveranstaltung in der Dortmunder Westfalenhalle. Auf der Bühne: Top-Speaker! Nikolaus B. Enkelmann, Alexander Christiani u.v.m. Für das Ticket hatte ich gespart. Ich fand es beeindrucken, dass tausende Menschen zusammenkommen um sich mit den Themen Kommunikation, Erfolg, Persönlichkeit und Motivation zu beschäftigen. Das kannte ich so bisher nicht. Diese Bestsellerautoren waren für mich Stars. Es schien für mich unerreichbar als Dorfjunge. Zum Glück entdeckte ich früh, dass rhetorische Fähigkeiten es mir in meinen Berufen einfacher gemacht haben, meine Ziele zu erreichen. Zudem bin ich ein sehr fleißiger Mensch und mutig. Rhetorik, Fleiß und Mut haben für kontinuierliches Wachstum gesorgt. Meine Erfahrungen als Rhetorik-Experte habe ich zuerst nur über Seminare, dann immer mehr über Keynotes (Der Schlüsselvortrag einer Veranstaltung) und schließlich über inzwischen acht Bücher weitergetragen. Dann kamen immer mehr die Medien und Auftritte in ARD, ZDF, RTL und zahlreichen Radiosendern plus viele Artikel. Irgendwann ruft dann die größte Bühne. 

Wie war das Gefühl? Schon mal größeres Publikum gehabt? 

Nein. Nicht mit einem Vortrag. 20.000 Augen starren Dich an. Das muss man verkraften. Die Erwartung des Publikums ist hoch und man steht auf so einer Bühne ja auch im Wettbewerb mit Top-Speakern aus der ganzen Welt. Das war nicht alltäglich und mein Puls war im Marathon-Zustand. 

Was macht eigentlich ein Keynote-Speaker? 

Als Profi-Redner oder Rednerin mit einer besonderen Expertise schließen Keynoter eine Veranstaltung meistens auf oder ab. Das kann eine Firmenveranstaltung sein, eine Messe oder ein Kongress. Auch hier gilt: „Der erste Eindruck ist entscheidend und der letzte Eindruck bleibt.“ Da holen sich kluge Veranstalter Profis die dem Publikum einen launigen Impuls schenken. Dieser wird über Humor, Emotionen und evtl. Hilfsmittel so vorgetragen, dass sich das Publikum lange daran erinnert. Als Rhetoriktrainer habe ich viele Keynote-Speaker ausgebildet. Gerade beim GREATOR Festival in der Lanxess Arena war ich selbst überrascht, wie viele der Speaker/innen auf der Bühne auch in meiner Ausbildung waren. 

Ist es eher Kunst oder Handwerk? 

Jeder Kunst liegt ein Handwerk zugrunde. Erst das Handwerk, dann die Kunst. Beim sprechen vor anderen Menschen muss die Persönlichkeit des Rhetors zuerst wirken. Das nehmen die Menschen dann als authentisch und damit glaubwürdig an. Das Handwerkszeug ist nicht erkennbar. Es schwingt mit. 

Was soll ihr Publikum mitnehmen? 

Rede! Meine Mission als Trainer ist es, echtem Wissen und echtem Können eine Stimme zu geben. Zu oft machen einfach nur laute und extrovertierte Menschen Karriere. Einfach, weil sie sich in Gruppen durchsetzen können. An der richtigen Stelle gemotzt und gemeckert werden die, die tatsächlich etwas können gerne in der Wirtschaft diskreditiert und schauen bei der nächsten Beförderung in die Röhre. Ich gebe den Menschen Selbstbewusstsein, an den wichtigen und richtigen Stellen aufzustehen und sich zu Wort zu melden. Das ist nicht nur im Büro und in der Werkstatt wichtig. Auch beim Elternabend und im Verein. Damit sich das Bessere durchsetzt und echte Macher und Macherinnen. Und den Blendern die Türe vor der Nase geschlossen wird. 

Werden Sie auf der Straße erkannt?

(Lacht). Sehr selten. In Bamberg häufiger mal. Rund um das Greator-Festivalgelände in Köln dagegen sehr häufig. Weil hier eben die Menschen kommen, die sich sehr für diese Szene interessieren. Da gibt es auch mal ein Autogramm oder ein Selfie. Sobald ich zwei Straßen weitergehe, interessiert sich kein Mensch und das ist auch gut so. Mit Jochen Schweizer habe ich ja einen echten A-Promi als Freund. So sehe ich Vor- und Nachteile von Prominenz. Beides gibt es und hält sich im Alltag dann schnell die Waage. 

 

 

 

 

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