Von Kühlketten und kalten Saunen

Krisen und Kreativität

Von Kühlketten und kalten Saunen

Gecoverte Songs stehen derzeit hoch im Kurs. Es Schorschla hat da auch einen Vorschlag. Könnte nicht unser Wirtschaftsminister Robert Habeck den Neue-Deutsche-Welle Song "Ich will Spaß, ich geb Gas" von Markus neu auflegen? Natürlich müsste der Refrain dann "Ohne Spaß, ich brauch Gas" lauten und die Benzinpreise sollte man im Vergleich zum Original aus den 80er Jahren deutlich nach oben korrigieren. Vielleicht wäre das eine Möglichkeit, um dieses heikle Thema noch tiefer in die Köpfe der Bevölkerung zu bringen. "Manche denken offenbar, das Ganze habe nichts mit ihnen zu tun", kritisiert Klaus Müller, der Präsident der Bundesnetzagentur die Stimmung im Lande. Mit Blick auf den kommenden Winter fordert er auch im Freizeitbereich Gas einzusparen. Müller könne sich nicht vorstellen, "dass der Gasverbrauch im Freizeitbereich während des Winters angesichts der extrem hohen Energiepreise einfach weitergeht", so der 51-Jährige. "In jedem Fall wäre das in einer Gasmangellage grob unsolidarisch", ergänzt er. Sein Ausblick in den nächsten Winter fällt dementsprechend düster aus. Eine Gasmangellage hätte dramatische Folgen für Arbeitsplätze, Betriebe und Produktion. "Das muss jedem klar sein – Jobs und die Herstellung wichtiger Güter sollten uns in der Energiekrise wichtiger sein als persönliche Annehmlichkeiten."

Deshalb fordert Müller Einschränkungen bei Saunen und Wellness-Einrichtungen. 

Es Schorschla hat da mal nachgedacht und findet den Vorschlag von kalten Saunen nahezu sensationell. Für diese Idee sollte Müller den "Robert-Habeck-Nachhaltigkeits-Ökoriegel" erhalten, den "Oscar" der Energiesparbranche. Denn kalte Saunen wären ein wahrer Gamechanger, ein Wendepunkt in dieser angespannten Lage. Es wäre ja nicht nur die Energie, die man durch das Heizen der kleinen Holzkammern sparen würde, die Saunagänger würden ja auch nicht schwitzen und bräuchten deshalb nach dem Aufguss nicht duschen. Keine nassen Haare bedeuten aber auch kein Föhnen. Ein Wahnsinn. Eine Win-win-win-Situation, Putin würde sicherlich kochen vor Wut. Aber eine derartige Entscheidung erfordert natürlich viel Mut und auch ein radikales Umdenken der gesamten Wellness- und Körperkultszene. Denn Ausziehen bräuchte man sich dann ja auch nicht mehr ...

Aktuell laufen die meisten von uns aber noch im Sommermodus. Und das ist auch gut so. Etwas Wärme tanken und ein bisschen Sonnenlichttherapie kann ja nie schaden. Für völlig überhitzte Gemüter hat ein Pariser-Amsterdamer Designerduo jetzt die perfekte Kühlungskette erfunden. Bei einer heißen Party in einer Kreuzberger Bar, hätten einige Tänzer ihre Körper bei drückender Hitze mit dem Eis aus den Tiefkühlschränken eingerieben, so schildern es der Designer Ariel Claudet und die Schmuckmacherin Laila el Mehelmy. Und hatten plötzlich eine Idee: Eine Plastikform wie man sie von Eiswürfeln kennt. Nur mit dem Unterschied, dass man zusätzlich seine Halskette so platzieren kann, dass die Eiswürfel daran kleben bleiben. Vergängliche Schmuckstücke, etwa 30 Minuten dauert es, bis diese Schönheit verflossen ist. Das Schmuckstück trägt den vokalreichen Namen "ooOoooOoooOh la l'ice". "Die Betriebstemperatur seines Trägers oder seiner Trägerin lässt die kalten Klunker ihren Aggregatzustand verändern; aus schmelzendem Eis werden kühlende Rinnsale auf warmer Haut", erklären die Erfinder. Und Ariel Claudet ergänzt nahezu poetisch: Die Bilder von ausgetrockneten Flüssen und ausgeschalteten Strandduschen, unter anderem in Urlaubsländern Südeuropas, hat jeder und jede gesehen, die in den vergangenen Wochen nicht total auf Nachrichtendetox war. Wasser wird zum Luxusgut. Und so wurde aus einem Gedanken ein Geschmeide. Es Schorschla bekommt beim Gedanken an unbeheizte Saunen und Kühlketten als Halsschmuck sofort Gänsehaut. Aber eines ist schon jetzt zu erkennen: Krisen fördern offensichtlich die Kreativität. Hoffentlich auch bald bei unseren Damen und Herren der hohen Politik!

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