Das WOBLA ist immer ein Geschenk

Das WOBLA als umweltfreundliches Geschenkpapier

 

Der Klimagipfel in Madrid ist schon wieder Geschichte. Die Mächtigen der Welt haben diskutiert und Hände geschüttelt, ihre Spielchen gespielt und am Ende ein Stück Papier unterschrieben. Will heißen: Alle gemeinsam wollen sie die Welt retten. Wie weiß aber keiner so richtig!

Weniger fliegen. Weniger CO2. Weniger Diesel. Weniger Auto. Weniger Plastik. Und ja: Strafen hier. Steuern da. Jeder kann – nein muss – etwas tun. Verzichten. Zahlen. Umdenken. Geschenkt bekommen wir nichts. Auch wenn Weihnachten vor der Tür steht!

Dem Schorschla wird da angst und bange. Ist es jetzt tatsächlich 5 vor 12? Oder schon nach 12? Dürfen wir überhaupt noch Geschenke für unsere Liebsten kaufen? Und wenn ja: Ist es erlaubt, die Präsente einzupacken? Sie werden lachen. Aber das ist ein ernsthaftes Problem anno 2019. Geschenkpapier hat eine denkbar kurze Lebensdauer, ist also für die Umwelt kein gutes Konzept. Abgeholzte Bäume, riesige Müllberge – ganz abgesehen von den ungezügelten Weihnachtsmenüs und der damit verbundenen Klimabelastung. 

In Zeiten von Greta Thunberg, „Fridays for Future“ und aus dem Supermarkt verbannten Plastiktüten regt sich nämlich auch beim Geschenkpapier das ökologische Gewissen. Immerhin jeder Zweite würde aus Nachhaltigkeitsgründen auf Verpackungen an Weihnachten verzichten, zeigt eine repräsentative SPIEGEL-Umfrage. Wobei gerade die Formulierung der Pressemitteilung das ganze Dilemma deutlich macht. Jeder zweite würde verzichten. Wenn? Was? Ab wann? „Würde verzichten“ heißt ja nicht gleich „verzichten“. Was letztendlich nötig ist für 50 Prozent unverpackt erfahren wir nicht. 

Wollen wir vielleicht auch nicht. Aber das ist ein anderes Thema.

Bleiben wir bei den Fakten: Die Herstellung von Papier erfordert nicht nur viel Holz, sie ist auch energieintensiv. Eine Tonne neues Papier benötigt laut Umweltbundesamt genauso viel Energie wie eine Tonne Stahl. Und der Papierverbrauch ist weltweit dramatisch gestiegen, vor allem in Deutschland. 1991 verbrauchte jeder Bundesbürger statistisch noch 70 Kilogramm pro Jahr, mittlerweile sind es 243 Kilogramm.

Wie viel davon Geschenkpapier ausmacht, weiß niemand genau. Eine offizielle Statistik dazu gibt es nicht. Rechnet man mit einer handelsüblichen Rolle (drei Meter lang, 70 Zentimeter breit, 60 Gramm pro Quadratmeter) je Erwachsenen kämen bundesweit 8,7 Millionen Kilogramm zusammen. Ein Kilo neues Papier erfordert etwa 50 Liter Wasser und fünf Kilowattstunden Energie. Grob gerechnet würden so 435 Millionen Liter Wasser und 43,5 Millionen Kilowattstunden verbraucht, was in etwa dem Energiebedarf einer Kleinstadt mit 12.500 Einwohnern entspricht.

Zusätzlich belastet Geschenkpapier die Umwelt mit Stickoxiden, Schwefeldioxiden und anderen Chemikalien, mit denen Zellstofffasern behandelt werden müssen.

Beschichtetes Papier gehört übrigens auch nicht in die Papiertonne, sondern in den Restmüll. So wandert es in die Müllverbrennung, rund ein Fünftel der Energie, die die Herstellung von neuem Papier benötigt, lässt sich so wieder in nutzbare Energie umwandeln.

Es gibt sogar Gütesiegel für umweltfreundliche Geschenkpapiere, z.B. den „Blauen Engel“, andere Kennzeichnungen wie FSC oder PEFC seien aus Umweltsicht weniger hilfreich, sagt das Umweltbundesamt und empfiehlt folgendes: Wer beim Einweg-Einpacken möglichst viel Energie sparen will, kann Zeitungspapier nutzen, das ohnehin weggeschmissen würde oder altes Geschenkpapier wiederverwerten.Das ist fürs Schorschla eine wunderbare Vorstellung: Sammeln Sie doch die WOBLAs der Adventszeit mit den wunderbaren Weihnachtsfotos und Artikeln. Packen Sie Ihre Geschenke umweltfreundlich in die Wochenzeitung der Region Bamberg. Das schützt nicht nur das Klima, es bietet sich auch an für nette Lektüre unter dem Weihnachtsbaum. Und ja: Die Vorstellung, dass nach dem obligatorischen Stille-Nacht-Ständchen hier und da ein Schorschla im Kerzenlicht vorgelesen wird, versetzt den Schreiber dieser Zeit in frohlockende Stimmung. Ja, ja. Das WOBLA ist eben immer ein Geschenk. Woche für Woche, seit fast 40 Jahren!

 

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