Umwelt als Invest

Klimaschutz als Teil der Unternehmenspolitik

Umwelt als Invest

Ja, die Zeiten ändern sich. Und nicht alles ist schlecht. Bestes Beispiel: Nachdem jüngst immer mehr Klimaforscher die Finanzwelt unter Druck setzten und um „Grüne Investitionen“, den Abbau von Kohlesubventionen, und Klimaschutz als soziale Norm warben, schlagen nun die einst unbelehrbaren und geldgierigen Finanzhaie zurück. Vergangene Woche veröffentlichte ausgerechnet Larry Fink, Chef der mächtigen US-Investmentfirma Blackrock, ein Plädoyer für klimafreundlichere Investments. In einem Brandbrief an zahlreiche Topmanager weltweit führender Konzerne kündigte er an, dass der größte unabhängige Vermögensverwalter der Welt künftig Klimaschutz zum Kern der Unternehmenspolitik machen werde. 

Ja, Sie haben richtig gelesen. Die Jungs, die in Ihrem denken eigentlich nur drei Dinge berücksichtigen – nämlich Geld, Geld und noch mal Geld – blicken plötzlich über den Tellerrand hinaus. Natürlich nicht freiwillig und aus altehrwürdigen Stücken, sondern weil es auch hier ums große Geld geht. Es Schorschla geht noch weiter. Die Jungs – und natürlich auch das eine oder andere Finanzmädel – haben längst erkannt bzw. erkennen müssen, dass ohne Naturschutz, CO2-Reduzierung und sauberer, erneuerbarer Energiegewinnung keine Kohle mehr zu machen ist. Im übertragenen Sinne natürlich. 

Finks Ankündigung ist ein deutliches Zeichen dafür, dass sich auch im skrupellosen Finanzsystem ein Umdenken abzeichnet. Offenbar befürchten immer mehr Investoren, dass sich ihr Engagement für fossile Brennstoffe auf Dauer nicht mehr rentiert. So gibt es schon jetzt Kürzungen bei der finanziellen und versicherungstechnischen Unterstützung von Kohleprojekten.

Glaubt man den Autoren einer neuen Studie, könnte genau dies einen von vielen entscheidenden Wendepunkten hin zu mehr Klimaschutz darstellen. „Simulationen zeigen, dass nur neun Prozent der Investoren ausreichen würden, um das Finanzsystem entscheidend zu wandeln. Das wiederum würde andere Investoren dazu veranlassen, dem Vorbild zu folgen“, schreibt eine internationale Forschergruppe unter Führung des Potsdam-Instituts für Klimafolgenforschung (PIK).

„Das Bewusstsein für die globale Erwärmung ist hoch, aber die gesellschaftlichen Normen zur grundlegenden Veränderung des Verhaltens sind es (noch) nicht“, erklärt Johan Rockström vom PIK. Die Nutzung fossiler Brennstoffe, die den Forschern zufolge nicht im Einklang mit dem Ziel des Pariser Klimaabkommens steht, die Erderwärmung auf deutlich unter zwei Grad zu begrenzen, sei schlichtweg „unmoralisch“. Solches Handeln verursache schwerwiegende und unnötige Schäden. „Längerfristig ist wohl ein neues soziales Gleichgewicht erforderlich, in dem der Klimaschutz als soziale Norm anerkannt wird.“

„Nachhaltigkeit kann nicht auferlegt werden, sie muss gelernt werden“, schreiben die Studienautoren. Deshalb plädieren sie dafür, in deutlich höherem Maße als bislang eine umwelt- und klimabewusste Lebensweise in den Schulunterricht einzubeziehen. Wie es Schorschla schon immer sagt: Gute Dinge und sinnvolle Veränderungen müssen uns das Leben leichter machen. Eine Einstellung, die auch Herr Rockström teilt. Er drückt es nur etwas griffiger aus, wenn er schreibt: „Es sollte den Menschen einfach gemacht werden, einen klimaneutralen Lebensstil zu führen“.

 

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