Wie kann das sein?

Schweiz stimmt gegen Umweltschutz

Nein, Nein und noch mal Nein!

Die Corona-Pandemie hat uns alle etwas abgelenkt vom Zukunftsthema Nummer Eins: Unserer Umwelt! Ja, „Mutter Erde“ leidet gewaltig unter uns Menschen, unserer Profitgier, der Globalisierung, sinnlosen Lieferströmen rund um den Globus, der Ausbeutung von Naturschätzen, der Versiegelung von riesigen Feldern und dem verbrecherischen Abholzen der Regenwälder. Alles für noch etwas mehr Luxus, Bequemlichkeit, modernen Mobilitäts- oder auch Lebenskonzepten. So kann es nicht mehr lange weitergehen, erklären uns die Kinder und nehmen die Erwachsenen plötzlich in die Pflicht. „Ihr zerstört den Planeten und damit unsere Zukunft“, schreiben Sie auf große Plakate, gehen freitags nicht mehr in die Schule und demonstrieren für mehr Umweltschutz und weniger Plastikmüll. 

Ja: Sie haben Recht! Wir leben in unseren Breitengraden, der zivilisierten westlichen Welt – wie es so schön heißt – als ob es unser Planet wäre. Die Zukunft, die nächsten Generationen: Erst mal egal. Hauptsache uns geht es gut! Damit soll nun Schluss sein. Grünes Denken liegt im Trend, und das nicht nur in Verbindung mit Politik, Frau Baerbock und Herrn Habeck. Nein, auch im direkten Schorschla-Umfeld hat sich viel zum Positiven gewandelt. Da geht man auch gerne mal in den Unverpackt-Laden, hat sich ein Fahrrad gekauft – noch ohne E-Antrieb – und das zweite Auto verkauft. Man verzichtet aufs Fliegen und macht Urlaub im Fränkischen, genießt Obst vom lokalen Gärtner und verzichtet auf Fruchtimporte aus Ländern, die man auf der Landkarte gar nicht mehr finden würde. Natürlich wird auch viel darüber geredet und diskutiert und es endet immer mit einer Frage: Was bringt es, wenn nur wir Deutschen Regeln aufstellen und CO2-Abgaben erhöhen?

Dabei geht es nicht allein um China und Amerika als die führenden Umweltsünder. Nein, auch die kleine Schweiz hat am Wochenende abgestimmt. Gegen Bio. Gegen Umweltschutz. Sie haben richtig gelesen: Nein, Nein und noch mal Nein: Die Eidgenossen haben in einer vielbeachteten Volksabstimmung drei Initiativen für mehr Umweltschutz klar abgelehnt. Mit dem ersten Vorhaben, der sogenannten Trinkwasserinitiative, sollten Bauern die Subventionen gestrichen werden, wenn sie künstlich hergestellte Mittel zur Bekämpfung von Schädlingen einsetzen, auf ihren Höfen mehr Tiere halten, als sie mit eigener Futterproduktion ernähren können und zu viele Antibiotika einsetzen. Begründung: Die Vorlage gehe zu weit und würde die landwirtschaftliche Produktion zu sehr einschränken. 

Auch auf ein totales Verbot synthetischer Pestizide und eine Umstellung der gesamten Schweizer Landwirtschaft auf Bio-Produktion wurde verzichtet. Das knappste Ergebnis lieferte Punkt 3. Dieser sah vor, dass die jährlichen CO2-Emissionen in der Schweiz bis 2030 auf die Hälfte des Ausstoßes von 1990 gesenkt werden sollen. Das ist weniger als das, was in Deutschland längst politischer Konsens ist: Hierzulande soll der Treibhausgas-Ausstoß bis 2030 um 65 Prozent gegenüber 1990 verringert werden. Trotzdem zum aktuellen Stand der Auszählung ein hauchdünnes Nein, schon die ersten Hochrechnungen lagen bei 51 Prozent. 

Wie kann das sein? Am Geld kann es doch nicht liegen, den Schweizern geht es doch richtig gut? Um ihre Finanzen müssen sich nur die wenigsten Gedanken machen. Das Geld ist aber auch bei uns nur ein vorgeschobenes Argument. Denn im Grunde jammern immer die am meisten, die eh genug haben. Was ja sehr gut zum Schweizer Bild passt. Hier könnte man sich Umweltschutz ganz locker leisten. Aber auch Einkäufe im eigenen Land. Was aber machen unsere Schweizer Nachbarn.

Sie bestellen im Internet und lassen sich die Waren in Postfächer in deutsche Grenzorte liefern. So lassen sich Steuern und Zölle sparen. Aufgefallen ist dies vor allem in Corona-Zeiten, als die Grenzen geschlossen waren und die Postfächer schier explodiert sind. Ja, beim Geld und bei der Gier hört nicht nur die Freundschaft auf, sondern auch der Umweltschutz und die Verantwortung für kommende Generationen. Traurig, aber wahr! 

PS: Die Meinung vom Schorschla muss nicht immer mit der der Redaktion übereinstimmen.

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