Einfach Ruhe bewahren

Respekt ist beidseitig gefragt

Einfach Ruhe bewahren

Es Schorschla scharrt schon mit den Hufen. Es geht wieder los. Endlich. Die geliebten Bierkeller sind geöffnet, lediglich das Wetter ist noch nicht besonders durstig. Die Inzidenzwerte sind einstellig – in Stadt und Landkreis – die ersten Schnelltestzentren reduzieren ihre Öffnungszeiten oder schließen komplett. Eine trügerische Sicherheit? Ja und nein. Denn wir können uns doch nicht den ganzen Sommer freiwillig wegsperren, nur weil einige Experten schon jetzt vor dem verheerenden Herbst und Winter 2021/22 warnen. Nein, wir müssen auch nicht 60.000 Menschen in ein Fußballstadion packen, völlig rücksichtslos in die Nacht hineinfeiern, Flaschen auf Polizisten werfen und grölend durch Innenstädte ziehen. Derartige Verhaltensmuster haben aber auch rein gar nichts mit Corona und seinen Spätfolgen zu tun, das sind Randalierer, die man in einem funktionierenden Staat mit Hilfe von Gesetzen und Ordnungskräften zur Vernunft bringen sollte und muss. Zum Wohle der Gesellschaft!

Es sind aber nicht nur die geöffneten Bierkeller, die das Schorschla-Herz höherschlagen lassen. Ein Blick ins aktuelle WOBLA macht deutlich, dass auch der Unterhaltungswert zurückkehrt ins Leben. Hier Kinosommer, dort Symphoniker-Open-Air, hier Restart Kultur mit mehr als 70 Events, dort das aktuelle Programm des E.T.A.-Hoffmann-Theaters. Natürlich noch Blues und Jazz, auf der Böhmerwiese und am Maxplatz, die Jugend freut sich auf Events in der Kufa, Ausstellungen, Museen und und und. Ja, mit der Langeweile ist’s vorbei. Da spielt es kaum eine Rolle, dass die Euro 2021 ohne deutsche Beteiligung auf die Zielgerade einbiegt. Das Leben findet draußen statt. Die Freibäder warten auf Gäste, steigende Temperaturen vor-ausgesetzt kann man auch wieder in Gaustadt, im Hain- und Stadionbad und den vielen Freibädern und Badeseen im Landkreis den Hebel spontan auf Sonnenanbeter umlegen. Doppelt geimpft oder genesen: Die Vorzeichen für die Rückkehr zur Normalität wenden sich mehr und mehr vom Minus zum Plus. 

Natürlich ist dieses „comeback of life“ ein zweischneidiges Schwert. Denn die vergangenen Monate haben bei vielen Menschen tiefe Narben hinterlassen. Viele sind tief verunsichert, sehen in ihren Mitbürgern eine große Gefahr, reagieren aggressiv, sobald man auch nur ansatzweise in ihren virtuellen Privatbereich eindringt. Diese Situation, diese Unsicherheit, wird uns noch lange beschäftigen. Doch mit etwas Rücksichtnahme und der nötigen Ruhe, etwas Verständnis und einem guten Schuss positiver Gleichgültigkeit werden wir es schaffen. Ganz sicher. Nicht von heute auf morgen, sondern in kleinen Schritten. Aber wir schaffen das. Wobei auch die Pessimisten und Verängstigten ihren Beitrag leisten müssen. Natürlich kann niemand über seinen Schatten springen. Keiner muss gegen seinen Willen die Gesellschaft anderer suchen, niemand wird zum Party machen gezwungen. Falsch ist aber die Einstellung, den anderen den Spaß am Leben nicht zu gönnen oder zu vermiesen. Jeder ist seines Glückes Schmied, heißt es so schön. Und dies gilt mehr denn je auch in Pandemiezeiten. Wobei Feiern, Spaß und Geselligkeit immer dort seine Grenzen hat, wo Unbeteiligte in ihrer Privatsphäre gestört werden: Durch Lärm, durch Aggression, durch Müll und Scherben. Das muss, nein, das darf nicht sein. Respekt ist beidseitig gefragt. Jedem das Seine, aber alles im Rahmen: Optimismus wie Pessimismus!

Es Schorschla ist immer bemüht, die Ruhe zu bewahren. Was nicht immer leicht fällt. Hier eine Bitte: Belehren Sie keine Mitmenschen, die dies nicht ausdrücklich wünschen. Kommentieren Sie nicht alles, was Sie nichts angeht. Respektieren Sie Ihre Kollegen, Freunde und Verwandte so wie sie sind: Keine ständige, ungefragte (Be-)Wertung, kein „Du musst dich impfen lassen“ aber auch kein „Wie kannst Du Dich nur impfen lassen. Kein Zitieren von falschen Zahlen ins Blaue rein, kein Hobby-Virologen-Auftritt beim Grillabend. Es gibt doch so viele schöne Themen und Gespräche. Da muss man doch nicht ständig auf Lauterbach machen. Weder auf Heiner noch auf Karl. Genießen Sie das Leben und respektieren Sie die Andersdenkenden. Das hat noch nie geschadet. Auch nicht vor Corona! 

PS: Die Meinung vom Schorschla muss nicht immer mit der der Redaktion übereinstimmen.

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