Pechvogel

Oder kleiner Dummvogel?

Es bleibt spannend

Es Schorschla hat bis Montag echt nicht gewusst, woher der Begriff „Pechvogel“ wirklich stammt. Bis er die Geschichte einer wirklich bemitleidenswerten Pfuhlschnepfe lesen durfte, die seit Montag wie man neudeutsch sagt „viral geht“. Rund um den Globus. Und das passt zu dieser Geschichte. Die Pfuhlschnepfe, ein rund 40 Zentimeter großer Vogel mit flacher Brust, braun-weiß quergestreiftem Schwanz und einem langen, leicht nach oben gebogenen Schnabel, ist als echter Marathon-Flieger bekannt. Wenn sie erst einmal richtig im Flow sind, bewältigen diese Zugvögel Entfernungen von Alaska bis nach Neuseeland. Nonstop. Dies war auch der Plan unserer kleinen „Kuaka“, wie diese Vögel in Neuseeland genannt werden. Doch heftiger Gegenwind durchkreuzte den Flugplan des unglücklichen Federviehs. Nach 2000 Flugkilometern musste der Kleine umkehren und nach Alaska zurückfliegen. Der Vogel war 57 Stunden ohne Pause unterwegs – und landete exakt wieder am Startpunkt. Von diesem unsinnigsten Rundflug der Vogelgeschichte seit Aufzeichnung von tierischen Flugdaten berichtet das neuseeländische Department of Conservation. 

Die Pfuhlschnepfe trägt einen Funksender am Bein, über den die Behörde ihre Bewegung verfolgen konnten. Das Pfuhlschnepfen-Männchen war den Daten zufolge im Yukon-Kuskokwim-Delta in Richtung Südpazifik gestartet. Nach rund 33 Stunden Flug sei der ausgewachsene Vogel aber auf so starke Winde gestoßen, dass er sich zum Rückflug entschloss. Dieses Verhalten sei für eine Pfuhlschnepfe sehr ungewöhnlich, erklärt der Zoologieprofessor Phil Battley von der neuseeländischen Massey University. „Im Laufe der Jahre haben wir etwa 70 Pfuhlschnepfen verfolgt, die Alaska verlassen haben, und dies ist die erste, von der wir wissen, dass sie wegen schlechten Wetters umkehren musste.“ Andere Vögel dieser Art, die etwa zeitgleich in Alaska aufgebrochen seien und ebenfalls mit Sendern überwacht würden, hätten mehr Glück gehabt: Sie hätten es in einem Rutsch nach Neuseeland geschafft. Auszuschließen sei aber nicht, dass auch andere Pfuhlschnepfen auf halbem Weg umkehren mussten. Besonders interessant sei nun, sagte der Wissenschaftler Battley, was der Vogel als Nächstes tun werde: Wie lange wird er sich nach seinem erfolglosen Ausflug ausruhen müssen? Wird er den ganzen Weg nach Neuseeland noch schaffen? Dazu äußerte sich der Forscher zuversichtlich: „Er hat sicher nicht seine ganze Energie verbraucht. Er hat gemerkt, dass er mit Gegenwind konfrontiert war und dachte, das sei kein guter Start für einen zehntägigen Flug.“

Es sei übrigens nicht das erste Mal, dass das Wetter diesem Vogel einen Strich durch die Rechnung macht. Dieselbe Schnepfe habe im vergangenen Jahr schon einmal mit starken Winden zu kämpfen gehabt und sei für einen Monat in Neukaledonien in der Südsee zwischengelandet. „Wer zwei Jahre hintereinander mit dem gleichen Problem zu kämpfen hat, den kann man wohl als glücklos bezeichnen“, sagte Battley. Es Schorschla hat übriegns eine ganz andere Erklärung: Vielleicht ist das gar kein klassischer Pechvogel, sondern ein kleiner Dummvogel, wie ihn die Älteren unter uns noch aus der Zeichentrickserie „Der rosarote Panther“ kennen. „Wer hat an der Uhr gedreht ...“

PS: Die Meinung vom Schorschla muss nicht immer mit der der Redaktion übereinstimmen.

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