Erst Wahlen - dann Qualen

Machen Sie von Ihrem Wahlrecht Gebrauch!

Erst Wahlen, dann Qualen

Von Bernd Oelsner

Deutschland hat gewählt. Endlich, möchte man sagen. Was wurde in den vergangenen Wochen gestritten, versprochen, gerechnet und „getalkt“. Umfragen sahen zuerst Grün ganz oben, dann Schwarz, am Ende Rot. Jetzt hatte das Volk das Recht und die Pflicht, die Weichen für die kommenden Jahre zu stellen. Und siehe da: Nach der Bundestagswahl 2021 sind wir nicht viel schlauer als davor. Von wegen „am Sonntag fällt die Entscheidung“. Mitnichten. Jetzt gehen die politischen Ränkespielchen erst richtig los. Versuchen wir es mit einer Kurzanalyse. Die Grünen haben mit ihrer Kandidatin Annalena Baerbock wohl eine Jahrhundertchance verspielt. 

Die Ausgangslage für die einstige Umweltpartei war herausragend, die Flutkatastrophe wäre noch der letzte Zündfunke für einen möglichen Grünen-Kanzler Habeck gewesen. 

Doch man entschied sich anders und ist jetzt deutlich schlauer: Verhandlungsführer bei Sondierungsgesprächen ist Herr Habeck! Ähnlich bei den Schwarzen. Ein Markus Söder im Umfragehoch genügte nicht für die Kanzlerkandidatur: Die Parteioberen in Berlin stimmten für Armin Laschet und müssen nun die Suppe auslöffeln. Im Grunde ist dieser Spitzenkandidat nach der historischen CDU/CSU-Pleite nicht mehr tragbar, was aber aktuell (noch) niemand wahr haben will. Die SPD scholzt stolz vor sich hin. Stärkste Kraft im Land – wenn auch nur knapp – berechtigter Kanzleranspruch von „Uns Olaf“ und kollektiver Freudentaumel bei den Genossen. Was es sonst noch gab: Berlin hat bewiesen, dass man in der Hauptstadt nicht nur nicht Flughafen kann, sondern auch an normalen demokratischen Wahlen leicht scheitern kann. Die Linken wollten mitregieren und sind kläglich an der 5-Prozent-Klausel gescheitert, die AfD hat verloren und feiert das und die FDP mit Herrn Lindner taktiert sich wohin auch immer. Vielleicht werden die Gelben ja diesmal Verantwortung übernehmen und mitregieren – auch wenn’s nicht leicht werden wird. 

Bleiben nur zwei Fragen: Finden die politischen Eliten in der Hauptstadt zeitnah einen regierungsfähigen Kompromiss – Ampel, Jamaika oder gar eine GroKo unter SPD-Führung? Oder wird Angela Merkel doch noch einmal die Neujahrsansprache halten müssen?

 

 

 

 

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