Hattu Ferien?

OMuttu genießen!

Hattu Ferien? Muttu genießen!

Heute engagiert sich es Schorschla aus aktuellem Anlass einmal als österlicher Fährtenleser. Und widmet sich gleich zu Beginn des Artikels der Frage aller Fragen: Wieso bringt eigentlich ein Hase Eier? Die Antwort auf diese Frage ist gar nicht so einfach wie gedacht, gibt es doch verschiedenste Erklärungsversuche. Erstens: Prinzip Zufall! Ein talentfreier Bäcker wollte einst ein Osterlamm backen. Doch im Ofen verformte sich der Teig, so dass das Ergebnis eher einem Hasen ähnelte – die Geburtsstunde des Osterhasen. Oder Prinzip Fruchtbarkeit? Da Hasen im Frühjahr viele Junge bekommen, galt der Hase seit jeher als Sinnbild für Fruchtbarkeit und Leben. Zudem stand der Hase in Byzanz als Symbol für Christus. Oder Prinzip Schuldner? Am Gründonnerstag wurden früher oft Schulden eingetrieben. Diese wurden häufig in Form von Eiern und/oder Hasen bezahlt. 

Die kleine Notlüge, dass Hasen die Ostereier verstecken, hat dagegen einen völlig natürlichen Hintergrund. Nach einem harten Winter – die gab es früher auch bei uns – kamen Hasen bei der Nahrungssuche näher an die Gärten der Menschen heran als gewöhnlich. Da Hasen normalerweise scheue Tiere sind, zur Osterzeit ungewöhnlich zutraulich waren und oft in Gärten gesehen wurden, hören Kinder heute noch die Mär vom fleißigen Osterhäschen.

Apropos Häschen: Beim Googeln erlebte es Schorschla einen wahren Flashback: Der Begriff HÄSCHENWITZE blinkte plötzlich vom Bildschirm. Diese schwärzeste Phase des deutschen Humors hatte der Schreiber dieser Zeilen seit Jahrzehnten verdrängt. Rudi Carrell beschrieb den Häschenwitz als „das Blödeste, was es je in Deutschland gegeben hat“, Dieter Hallervorden konstatierte ein „düsteres Kapitel deutschen Humor-Niveaus“. Und beide hatten völlig Recht. Beispiel gefällig: „Ein Hase kommt in einen Schallplattenladen. Er fragt die Verkäuferin: „Hattu Platten?“ Als diese bejaht, sagt der Hase: „Muttu aufpumpen!“ 

Was es Schorschla nicht wusste. Häschenwitze entstanden Anfang der 1970er Jahre zunächst in der DDR als politischer Witz mit durchaus subversiver Tendenz. Wie zuvor schon die Witze über Radio Eriwan karikierten diese oftmals die Mangelwirtschaft im real existierenden Sozialismus. Als dieser fragwürdige Humor dann aber Mitte der 70er über den „Eisernen Vorhang“ in die Bundesrepublik hoppelte, war es endgültig vorbei mit lustig. 

Widmen wir uns aber noch kurz den festlichen Fakten: Die Süßwarenindustrie in Deutschland hat in diesem Jahr rund 239 Millionen Schoko-Osterhasen produziert. Das seien gut elf Prozent mehr als im Vorjahr, berichtet der Bundesverband der Deutschen Süßwarenindustrie (BDSI) gestützt auf eine Umfrage unter seinen Mitgliedsunternehmen. Rund die Hälfte der Schokohasen – etwa 119 Millionen Stück – wurden in den vergangenen Wochen an den deutschen Lebensmittelhandel sowie an Kaufhäuser und Fachgeschäfte in der Bundesrepublik ausgeliefert. Der Rest ging ins Ausland, vor allem in europäische Nachbarländer, aber auch in die USA, nach Kanada, Australien und Südafrika. Am beliebtesten ist nach wie vor der klassische Osterhase aus Vollmilchschokolade. Und noch eine erfreuliche Meldung zum Osterfest: Trotz der Schwierigkeiten bei der Beschaffung von Verpackungsmaterialien ist es den Herstellern gelungen, für die Saison 2022 alle im In- und Ausland bestellten Osterprodukte wie gewünscht zu produzieren, teilt der BDSI mit. Na dann kann es ja losgehen mit der Eier- und Häschensuche. In diesem Sinne: FROHE OSTERN

PS: Die Meinung vom Schorschla muss nicht immer mit der der Redaktion übereinstimmen.

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