Freiwilliges Soziales Pflichtjahr

Lasst uns diskutieren!

FSPJ – Freiwilliges Soziales Pflichtjahr

Unser Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier sieht in dem Vorschlag eine „Stärkung des Gemeinsinns“. Man komme raus aus der eigenen Blase, helfe zudem Bürgern in Not. „Ich weiß, dass es nicht einfach werden wird, aber ich wünsche mir, dass wir eine Debatte über eine soziale Pflichtzeit führen“, erklärt Steinmeier jüngst in der „Bild am Sonntag“.

Ja, eine soziale Pflichtzeit für junge Menschen, wäre sicherlich ein positives Zeichen. Nachdem Deutschlands Männer rund 55 Jahre nach der Einführung einer allgemeinen Wehrpflicht am 1. Juli 2011 davor befreit wurde, war ja auch der zivile Ersatzdienst von heute auf morgen Geschichte. Um Missverständnisse gar nicht erst aufkommen zu lassen. Nein, eine neue Wehrpflicht möchte Herr Steinmeier selbst vor dem Hintergrund des russischen Angriffskrieges auf die Ukraine nicht wieder einführen.

Auch die Frage, wie lange ein solcher sozialer Dienst dauern soll, lässt Steinmeier offen: „Ich habe bewusst Pflichtzeit gesagt, denn es muss kein Jahr sein. Da kann man auch einen anderen Zeitraum wählen“, orakelt der Bundespräsident. Es gehe vielmehr um die Frage, „ob es unserem Land nicht gut tun würde, wenn sich Frauen und Männer für einen gewissen Zeitraum in den Dienst der Gesellschaft stellen.“ Geleistet werden sollte die Pflichtzeit nach Steinmeiers Vorstellung bei der Bundeswehr, bei der Betreuung von Senioren, in Behinderteneinrichtungen oder in Obdachlosenunterkünften.

Der durch seine Auftritte bei Markus Lanz bekannte Popularphilosoph Richard David Precht geht in Sachen soziale Verantwortung des Volkes sogar noch einen Schritt weiter. Er stellt gerne die Frage: Was ist der Bürger seinem Staat schuldig? Und gibt die Antwort gleich selbst: Die Lösung: zwei soziale Jahre – eins direkt nach der Schule und eins vor dem Eintritt in die Rente. Das erfülle nicht nur den Zweck, viele Nischentätigkeiten im sozialen Bereich wieder abzudecken, sondern stärke auch das Pflichtbewusstsein des Einzelnen. 

„Gerade jetzt, in einer Zeit, in der das Verständnis für andere Lebensentwürfe und Meinungen abnimmt, kann eine soziale Pflichtzeit besonders wertvoll sein“, ist auch Steinmeier überzeugt. „Man kommt raus aus der eigenen Blase, trifft ganz andere Menschen, hilft Bürgern in Notlagen. Das baut Vorurteile ab und stärkt den Gemeinsinn.“ Und das kann doch im Grunde keinem schaden. Meint es Schorschla. In diesem Sinne: Lasst uns ergebnisoffen diskutieren über ein oder zwei freiwillige(s) Pflichtjahr(e)! 

PS: Die Meinung vom Schorschla muss nicht immer mit der der Redaktion übereinstimmen.

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