Arbeit ist kein Hobby!

Intelligente Modelle sind gefragt

Arbeit ist kein Hobby!

„Persönlichkeiten werden nicht durch schöne Reden geformt, sondern durch Arbeit und eigene Leistung“. Das erkannte schon Albert Einstein. Heißt im Umkehrschluss: Wer nichts arbeitet – aus welchen Gründen auch immer – bleibt ungeformt. Oder verformt. Der britische Schauspieler, Schriftsteller und Komponist Sir Noël Pierce Coward begegnete dem Thema Arbeit dagegen aus einem ganz anderen Blickwinkel. „Nichtstun macht nur dann Spaß, wenn man eigentlich viel zu tun hätte“, war er Mitte der 1950er Jahre überzeugt. 

Auch 70 Jahre später wird viel über die Arbeit diskutiert. Vor allem um die Entlohnung. Denn eines ist klar: Arbeit ist kein Hobby. Ja, Arbeit kann Spaß machen. Arbeit ist für viele Menschen der zentrale Lebensinhalt und für manche auch ein wichtiges Statussymbol. Aber es gibt doch Dinge, die man lieber machen würde. Vielleicht nicht immer, aber immer öfter! 

So weit die Einleitung, jetzt kommen wir zum eigentlichen Thema. Der rund 8-stündige tägliche persönliche Einsatz für den Arbeitgeber sollte sich lohnen. Und genau hier beginnt ein großes Problem unserer Gesellschaft. Denn der Abstand zwischen den unteren Einkommensschichten und den Empfängern von Sozialleistungen wird offensichtlich immer geringer. In diesem Kontext übt der Handwerksverband aktuell aus Schorschla-Sicht berechtigte Kritik am Bürgergeld-Konzept der Bundesregierung. Das geplante Nachfolgesystem von Hartz IV setze falsche Anreize für Geringverdiener: „Es sorgt für Demotivation bei denjenigen, die mit einem geringen Gehalt regulär arbeiten. Am unteren Ende verschwimmen immer mehr die Grenzen zwischen regulärer Arbeit und dem Bürgergeld“, kritisiert der Präsident des Zentralverbands des Deutschen Handwerks (ZDH), Hans Peter Wollseifer, in der „Rheinischen Post“.

Viele fragten sich, warum sie morgens um sieben Uhr schon arbeiten sollten, wenn Bürgergeld-Bezieher fast das Gleiche bekämen, so der Handwerkspräsident: „Die Verbesserungen für die Bezieher beim Schonvermögen, der Wegfall von Sanktionen, die deutliche Anhebung des Regelsatzes, die komplette Übernahme der stark gestiegenen Heizkosten – all das wird dazu führen, dass sich für mehr Menschen als bisher das Nicht-Arbeiten mehr lohnt als das Arbeiten.“

Der Gesetzentwurf von Arbeitsminister Hubertus Heil (SPD) zur Einführung des Bürgergelds in der Hartz-IV-Nachfolge ab 1. Januar 2023 soll an diesem Mittwoch vom Kabinett verabschiedet werden. Der Regelsatz des neuen Bürgergelds soll dann für alleinstehende Erwachsene monatlich 502 Euro betragen. Damit soll der bisherige Hartz-IV-Satz ab dem 1. Januar 2023 um mehr als 50 Euro erhöht werden. Außerdem soll die zu erwartende Inflation direkt in die Unterstützungszahlungen einfließen und nicht wie bisher in großem zeitlichen Abstand. 

Die Arbeitskräfte in Deutschland sind jetzt schon knapp, viele Branchen melden Personalmangel, Betriebe müssen auf Geschäfte und Aufträge verzichten, weil ihnen die Leute fehlen. Die Gastronomie reduziert Öffnungszeiten, Handwerksbetriebe können keine Aufträge mehr annehmen.

Es Schorschla ist froh, in einem Staat wie Deutschland leben zu dürfen. Und es ist völlig in Ordnung, dass den Menschen geholfen wird, die auf Unterstützung der Gesellschaft angewiesen sind. Unsere Ampel-Regierungs-Männchen und Frauchen müssen aber sehr aufpassen, dass sie nicht den Bezug zur Realität komplett verlieren. Denn ein Wohltätigkeitsstaat, in welchem Arbeitsunwillige gefördert und die arbeitende Bevölkerung mit Steuern und Sonderabgaben immer weiter belastet wird, birgt ein extrem hohes Konfliktpotenzial in sich. Hier gilt es schnell gegenzusteuern, hier sind intelligente Modelle gefragt und viel Fingerspitzengefühl und logisches Handeln gefordert. Vielleicht lohnt in diesem Zusammenhang ein kurzer Blick in das Lebenswerk des kürzlich verstorbenen russischen Ex-Präsidenten Michail Gorbatschow, von dem folgendes Zitat überliefert ist: „Nur wer etwas leistet, kann sich etwas leisten“. Ein Satz, der nach Meinung vom Schorschla auch für unsere Polit-Elite gelten sollte …

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