Den Springer, wenn's vibriert

Man kann nur den Kopf schütteln

Den Springer, wenn’s vibriert!

Was und wem kann man denn aktuell noch glauben? Also glauben im Sinne von vertrauen. Früher waren es zum Beispiel Zeitungen. Habe ich gelesen, schwarz auf weiß. Das war der Inbegriff der Ehrlichkeit. Lang lang ist’s her. Leider. Der Politik? Eigentlich noch nie. Aber aktuell weniger denn je. Den Nachrichten? Auch nicht. Vor allem dann nicht, wenn es um Krieg oder die Lage der Nation geht. Also blicken wir zum Sport. Ja, da gab es natürlich auch so ein paar dunkle Momente. Doping, Ben Johnson, Radsport, Jan Ullrich und die Tour de France, das Wembley-Tor und fiese Schwalben im Strafraum, dazu kommen noch unzählige technische Betrügereien in der Formel 1 und und und. Seit Wochen wird nun die scheinbar letzte Bastion der ehrlichen Auseinandersetzung auf den Prüfstand der Ehrlichkeit gestellt: Schach, das Spiel der Könige. Zum konkreten Fall: Schach-Weltmeister Magnus Carlsen sorgte jüngst mit Betrugsvorwürfen gegen seinen Kontrahenten Hans Niemann für Schlagzeilen. Der norwegische Superstar brach seine Partie gegen Niemann beim online ausgespielten Julius Bär Generation Cup nach nur einem Zug ab. Jetzt hat sich mit Vincent Keymer auch ein deutscher Schach-Großmeister zum möglichen „Cheating“ – also einer möglichen Hilfe von außen – im Schachsport geäußert. „Man kann theoretisch online eine Partie spielen und nebenher in einen zweiten Rechner, ein Handy oder sonstige Maschine die Partie eingeben – die Engine gewinnt gegen jeden Menschen auf der Welt“, erklärt der 17-Jährige Großmeister im „Sportschau“-Interview: Beim Generation Cup gab es natürlich Maßnahmen: Eine Frontkamera, eine Seitenkamera, die den Raum filmt, auch Ohren werden teilweise gescannt. 

Es Schorschla kann da nur fassungslos den Kopf schütteln. Was ist das für eine Welt? Da möchte man sich doch an einen ruhigen Fluss stellen und angeln. Aber Vorsicht: Auch hier wird gemogelt. Das Anglerduo, das bei dem „Lake Erie Walleye Trail“ in Führung lag, stopfte seine gefangenen Fische laut übereinstimmenden Berichten mit Gewichten aus, um zu gewinnen. Mehrere US-Medien berichteten, bei den Anglern handele es sich um Chase Cominsky aus Pennsylvania und Jake Runyon aus Ohio, die infolge der Entdeckung von dem Turnier disqualifiziert wurden. Es war mit einem fünfstelligen Preisgeld dotiert. Jason Fischer, der Veranstalter des Turniers, sagte dem regionalen TV-Sender 19 News, dass das Gewicht der gefangenen Fische um ungefähr acht Pfund gefälscht worden sei. Der Verdacht auf Manipulation entstand, weil die Fische zu klein für das gemessene Gewicht ausgesehen hätten. Daraufhin wurden sie aufgeschnitten, wobei Bleigewichte und Fischfilets gefunden wurden. Die Polizei wurde eingeschaltet. 

Betrogen wurde leider schon immer. Kaiser Nero war im Jahr 67 der erste berühmte manipulierende Athlet. Er gewann bei Olympia in Griechenland das Wagenrennen, obwohl er in einer Kurve aus dem Anhänger geschleudert worden war. Zum Sieger erklärt wurde er dennoch, was ihn der Überlieferung nach eine Million Sesterzen kostete. Es war gewissermaßen die „Ursünde des Sports“. Aber beim Fischen? Oder beim Schach? In den sozialen Medien wird über die Möglichkeiten diskutiert, wie ein möglicher Betrug vonstattengegangen sein könnte. Der kanadische Großmeister Eric Hansen bringt die Möglichkeit ins Spiel, dass Niemann mithilfe von Analkugeln die richtigen Spielzüge angezeigt worden sein könnte. „Ich weiß es nicht, aber es wäre möglich“, sagte der 30-Jährige. Auf diese Theorie reagierte dann sogar Elon Musk. Der Tesla-Boss twitterte ein Zitat des deutschen Philosophen Arthur Schopenhauer: „Das Talent trifft ein Ziel, das kein anderer trifft; das Genie trifft ein Ziel, das kein anderer sieht“. Und in Klammern ergänzte er: „Weil es in deinem Hintern steckt.“ Morsen 3.0!

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