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Mit Bundes-Uschi auf die Schorsch-Fock

Ideen gäbs genug!


Gut, wir haben unseren BER als öffentliche Krönung der planerischen Inkompetenz und staatlichen Geldverschwendung. Ob der Hauptstadtairport je eingeweiht werden wird, steht noch in den Sternen. Jüngste Meldung: Auf den Bau eines repräsentativen Regierungsterminals für mindestens 344 Millionen Euro wird eventuell verzichtet. Der Bund hält offiziell (noch) daran fest, spricht von einer „Visitenkarte der Bundesrepublik Deutschland“. Vorbildlich in diesem Zusammenhang erscheint der Vorschlag von Flughafenchef Engelbert Lütke. Er präsentierte dem Aufsichtsrat einen Kompromissvorschlag: Kein Neubau, aber genügend Platz für die Flugzeuge der Staatsgäste und die Flugbereitschaft des Bundes. Die Vorteile: kein Termindruck, weniger komplexe Bauvorhaben und eine Kostenersparnis von 75 Millionen Euro. Mit anderen Worten: Wir bauen nichts, lassen nur viel Platz – und geben dafür mindestens 249 Millionen – die geplanten 344 Millionen minus das Lütke-Schnäppchen. Ein echter Hammer!

Da lobt sich es Schorschla unsere „Verteidigungs-Uschi“. Die träumt weiterhin von der Instandsetzung der „Gorch Fock“. Dabei werden die Fortschritte der Sanierung von offizieller Seite als „offenbar sehr gering“ eingestuft. Bekanntlich war es bei der Sanierung des Schulschiffes der Bundesmarine zu einer Kostenexplosion von 10 auf bis zu 135 Millionen Euro gekommen. Vorwürfe der Korruption und Untreue wurden laut, ein Zahlungsstopp verhängt. Ende Juni sollte der Dreimaster wenigstens wieder schwimmen können, doch auch dieses Vorhaben erweist sich wohl als Vision von Ursula von der Leyen (CDU).
Die ausführende Elsflether Werft hatte am 20. Februar ein Insolvenzverfahren in Eigenverwaltung beantragt, der Vorstand war schon im Januar entlassen worden. Ein vertraulicher Prüfbericht über die seit mittlerweile drei Jahren andauernde Reparatur der „Gorch Fock“ hatte chaotische Zustände bei der Werft aber auch im Verteidigungsministerium enthüllt. Die Kostenexplosion für die Reparatur der „Gorch Fock“ sei nur durch gravierendes Missmanagement bei Marine, Beschaffungsamt und auch im Ministerium möglich geworden, heißt es in dem Bericht.
Mitte März einigte sich das Verteidigungsministerium mit der Werft auf die Aufhebung des Zahlungsstopps – im Gegenzug wurden strengere Kontrollregeln, mehr Transparenz und eine strikte Kostengrenze festgelegt. Diese „Verpflichtungserklärung“ sieht vor, dass das Schiff zunächst für weitere elf Millionen Euro bis zum Sommer dieses Jahres „schwimmfähig“ gemacht werden soll.

CSU-Chef Markus Söder würde auf die teure Sanierung der Dreimastbark am liebsten ganz verzichten: „Die ’Gorch Fock’ ist ein Millionengrab“, schimpft er in der „Bild am Sonntag“: „Man sollte sie lieber in ein schwimmendes Museum verwandeln und stattdessen mit dem gesparten Geld moderne Ausrüstung wie Flugabwehrsysteme und Transporthubschrauber anschaffen.“ Da fragt sich es Schorschla: Wieso stellt man das Ding nicht gleich aufs Festland? Dann würde man sich auch noch die Kosten für die Abdichtung sparen. Platzieren könnte man das einstige Traumschiff vielleicht am BER-Eingang. Als „Visitenkarte der Bundesrepublik Deutschland“. Und wenn noch ein paar Euro für den Transport fehlen, würde es Schorschla diese gerne spenden. Vorausgesetzt man nennt das Schulschiff etwas um: In Schorsch Fock – beste Werbung in eigener Sache!

PS: Die Meinung vom Schorschla muss nicht immer mit der der Redaktion übereinstimmen.

 

 

 

 

 

 

 

 

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