Wie lange machen wir kurz?

Mehr Freizeit = weniger Lohn

Wie lange machen wir kurz?

Es Schorschla hat ja schon einige Jahre auf dem Buckel. Der übrigens aktuell etwas schmerzt. Wahrscheinlich liegt’s am Homeoffice, der Schreibtischstuhl im echten Büro ist einfach etwas bequemer. Hat ja auch der Chef bezahlt. Aber das ist heute nicht das Thema. Es geht um die Arbeitszeit. Denn sind wir mal ganz ehrlich. Was uns dieser verdammte Corona-Virus eindrucksvoll bewiesen hat, ist die Tatsache, dass weniger manchmal doch mehr ist. Weniger Arbeit = mehr Freizeit. Eine ganz einfache Gleichung. Die wohl jeder ohne Zögern unterschreiben würde. Doch wie alles im Leben gibt es natürlich einen Haken. Sozusagen eine Gegengleichung. Die da heißt: Mehr Freizeit = weniger Lohn. Logisch, sagen Sie. Aber ganz so einfach ist das (Arbeits-)Leben nun doch wieder nicht. 

Denn es gibt ja noch den guten deutschen Staat, über den aktuell alle schimpfen, der aber wie von Geisterhand das in Corona-Zeiten weniger verdiente Geld etwas aufstockt. Teils komplizierte Berechnungen laufen da im Hintergrund ab, die ehrlich gesagt keiner so richtig versteht. Was aber nicht schlimm ist: Hauptsache das Ergebnis passt. Und das heißt aktuell bei vielen: 50 Prozent arbeiten, 80 Prozent kassieren. Klingt ein wenig nach David Copperfield zu seinen besten Zeiten, ist aber ein logischer Schritt des Finanzministers und seines Teams. Verteilt wird ohnehin unser aller Geld und nicht das unserer Herren und Damen Politiker. Vielleicht ein Grund, weshalb in diesen schwierigen Zeiten in Berlin soviel geschmunzelt, gelächelt und gescherzt wird. 

Es Schorschla sieht das Ganze mit einem lachenden und einem weinenden Auge. Ja, die Corona-Krise bringt zahlreiche Arbeitsplätze in Deutschland in Gefahr. Sofortmaßnahmen sind in Pandemie-Zeiten also unumgänglich. Aber ist diese Hilfe auch auf Dauer zu stemmen? 

Finanzminister und SPD-Kanzlerkandidat Olaf Scholz meint ja und möchte die Unterstützung von Betrieben sogar noch ausweiten. Ein Anspruch auf Kurzarbeitergeld soll künftig für zwei Jahre bestehen. „Die Coronakrise wird  in den nächsten Wochen nicht plötzlich verschwinden“, sagt der Vizekanzler der „Bild am Sonntag“. Laut Scholz brauchen Unternehmen und Beschäftigte von der Regierung ein klares Signal. „Wir gehen mit euch den gesamten Weg durch die Krise, damit niemand auf der Strecke ohne Not entlassen wird“, so der SPD-Politiker. Ja, der Wahlkampf ist auch im Merkel-Land eingeläutet!

IG-Metall-Chef Jörg Hofmann hat eine andere Idee. Er schlägt vor, in der kommenden Tarifrunde eine Vier-Tage-Woche als Option für Betriebe zu vereinbaren, um einen Stellenabbau zu verhindern. „Die Vier-Tage-Woche wäre die Antwort auf den Strukturwandel in Branchen wie der Autoindustrie. Damit lassen sich Industriejobs halten, statt sie abzuschreiben“, so Hofmann der „Süddeutschen Zeitung“.

Ach ja, die Wochenstunden könnten wir natürlich auch noch reduzieren. 28 wären doch ganz nett. Es Schorschla bekommt da ganz glänzende Augen. Vier Mal sieben Stunden, dazu vielleicht noch ein paar Kurzarbeitstage, Freitag immer frei und am ersten eine regelmäßige Überweisung, die nur unwesentlich von den 40 Stunden aus Vor-Covit19-Zeiten abweicht. Warum nicht? Das wären doch nahezu paradiesische Zustände. Wenn nur die blöden Mund-Nasen-Masken nicht wären. 

PS: Die Meinung vom Schorschla muss nicht immer mit der der Redaktion übereinstimmen.

 

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