Keine Maske ist wie Urlaub

Bleiben Sie normal!

Keine Maske ist wie Urlaub

Es Schorschla hat am Wochenende nach knapp eineinhalb Jahren seinen Status bei „WhatsApp“ geändert. In „glücklich“. Der Grund ist schnell erklärt. Der erste Stadtbummel seit Monaten ohne Maske, dazu blauer Himmel, Temperaturen an der 20-Grad-Celsius-Marke und zur Krönung noch ein frisch gezapftes Bamberger Bier als Abschluss. So weit, so herrlich. Das i-Tüpfelchen auf diesen gelungenen Samstagnachmittag waren aber die Gesichter der Mitmenschen. Sie alle strahlten mit der Sonne um die Wette, es lag so viel positive Energie in der Luft, dass man sich endlich wieder einmal wie im Urlaub fühlen durfte.

Nach Wochen der grau-in-grauen Tristesse, Dauerregen, Nachtfrost und Negativmeldungen kommen wir gerade langsam aber sicher aus dem Corona-Tunnel. Natürlich sollten wir uns noch vor Übermut und Leichtsinn bewahren, aber die Tendenz in Sachen Inzidenz, Impfen und Innenstadtgenuss ist eindeutig: Es wird Sommer! „Testpflicht entfällt“, war die alles entscheidende Pressemitteilung der Stadt Bamberg überschrieben. „Weitere Erleichterungen für Außengastronomie und Kulturbereich treten am Freitag in Kraft“, stand da schwarz auf weiß. Und weiter: „Ein Bierkellerbesuch ohne Anmeldung und Corona-Test, eine Theateraufführung ohne vorheriges Aufsuchen einer Teststation…das ist seit Freitag, 28. Mai, in der Stadt Bamberg wieder möglich. Zu verdanken ist dies der positiven Entwicklung der Inzidenzahlen und der entsprechenden Allgemeinverfügung, die von der Stadt Bamberg am Donnerstag veröffentlicht wurde. Voraussetzung dafür war das Einvernehmen der Bayerischen Staatsregierung, das am Vormittag einging“. Kontaktfreier Sport im Innenbereich sowie Kontaktsport unter freiem Himmel ist ab sofort wieder erlaubt. Sport unter freiem Himmel ist in Gruppen von bis zu 25 Personen zulässig, kontaktfreier Sport auch in Fitnessstudios unter der Voraussetzung vorheriger Terminbuchung. Weiterhin zu beachten seien aber die Rahmenkonzepte, die von den zuständigen Staatsministerien bekanntgemacht werden und in denen die erforderlichen Schutz- und Hygienemaßnahmen festgelegt sind. Natürlich wurde am Ende dieser Meldung auch auf die Tatsache hingewiesen, dass diese Lockerungen kein Freibrief auf Dauer sein müssen. „Die Regeln werden wieder verschärft, falls der Inzidenzwert von 50 an drei aufeinander folgenden Tagen überschritten wird. Tritt das ein, wird dies von der Stadt bekannt gegeben. Die Änderungen treten dann zwei Tage später in Kraft“, warnt die Behörde und appelliert gleichzeitig an die Vernunft der Bürgerinnen und Bürger.

Fürs Schorschla ist die aktuelle Situation eine Belohnung für die Disziplin und das Durchhaltevermögen von uns allen. Allen voran den jungen Menschen, Kindern, Schülern, Studenten. Sie litten zuletzt am meisten unter Kontaktbeschränkungen, Homeschooling und zugesperrten Unis. Und gerade sie haben sich jetzt den einen oder anderen Sundowner, eine extra Spieleinheit oder auch ein bisschen Gaudi im Freundeskreis verdient.

Daran sollten gerade die Personen denken, die permanent mit Blick auf die Untere Brücke oder das eine oder andere Treffen in den Parks der Stadt Strafen und Polizeieinsätze fordern. Natürlich hat alles seine Grenzen und auch es Schorschla wünscht sich, dass jeder seinen Müll und leere Flaschen einpackt, entsorgt und bei übervollen Mülleimern die Sachen auch mal wieder mit nach Hause nimmt. Das sollte selbstverständlich sein. Aber dieses ausufernde Anprangern und Anschwärzen, diese Blockwartmentalität nach dem Credo „wenn ich keinen Spaß habe, sollen die anderen auch keinen haben“, dieser ständige Ruf nach Polizei, Strafen und Sperrungen, muss langsam ein Ende haben.

Denn eine Beobachtung hat es Schorschla in den letzten Wochen und Monaten gemacht: Die Verrückten und Streitsüchtigen wurden durch Corona leider noch Verrückter und Streitsüchtiger. Da kommt ein echtes Problem auf uns zu, unabhängig von sinkenden Inzidenzzahlen und Sonnenschein. Deshalb eine Bitte: Bleiben Sie normal. Genießen Sie das Leben. Und freuen Sie sich mit dem Schorschla, dass hoffentlich die dunkelste Phase dieser Pandemie endlich überstanden ist! 

PS: Die Meinung vom Schorschla muss nicht immer mit der der Redaktion übereinstimmen.

Wer möchte es Schorschla hören? Hier gehts zum Podcast

 

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