Wie leben in Coronazeiten?

Kein Wunschkonzert

2G oder 3G – das ist jetzt die Frage

Neue, und doch altbekannte Corona-Beschränkungen in Stadt und Landkreis sorgen aktuell für schwierige Alltagssituationen. Wer darf sich wo mit wie vielen Menschen treffen? Was passiert, wenn man mit Freunden im Garten eines Wirtshauses sitzt und es zu regnen beginnt? Wer darf rein? Wer muss sich auf den Heimweg machen? Nutzt ein Schnelltest? Fragen über Fragen. Die Liste ließe sich unendlich verlängern.

Es Schorschla macht sich Sorgen. Denn aktuell spaltet sich unsere Gesellschaft. Oder sie wird gespalten. Natürlich ist da auch viel Wahlkampf dabei, es geht um Vertrauen, Stimmfang, Konkurrenzkampf und um Respekt. Aber die Lage ist und bleibt und wird richtig schwierig. Mit dem Ferienende wandert der Blick wieder in Schulen und Kindergärten. Wie sieht es aus mit Pflege-, Lehr- und Betreuungskräften? Müssen diese sich früher oder später die Nadel setzen lassen? Impfen oder Jobverlust? Indirekte Impfpflicht oder Testen bis der Arzt kommt? 

In Hamburg wurde vom Senat das Pilotprojekt 2G gestartet, in Bamberg setzen verschiedene Gastronomen aufs gleiche Pferd. Will heißen: Wenn sich Veranstalter und Betreiber von Restaurants oder Bars künftig entscheiden, nur noch Genesene oder doppelt Geimpfte einzulassen, winken ihnen und den Gästen erhebliche Erleichterungen. Die Sperrstunde fällt weg, die Einschränkungen bei den maximalen Gästezahlen werden gelockert. Wer dagegen weiterhin das 3G-Modell anwendet und ungeimpfte Getestete einlässt, muss sich an die harten Regeln halten.

Sinnvoll? Es Schorschla ist sich nicht sicher. Aber logisch ist diese Vorgabe auf jeden Fall. Wie überhaupt eine Impfpflicht durch die Hintertür längst beschlossene Sache zu sein scheint. 

Fakt ist: Die Inzidenzen unter den Geimpften sind aktuell deutlich geringer als unter den Ungeimpften. Und das global. Zudem haben Geimpfte häufig einen milden Verlauf. Aber was passiert, wenn die Jüngsten im Kindergarten oder in der Grundschule positiv getestet werden) Dann droht Quarantäne – für die ganze Familie. Gesundheitsämter schlagen schon jetzt Alarm und sehen dieses Szenario als neue Normalität im kommenden Herbst und Winter.

In Fußballstadien jubeln 25.000 Menschen ihrer Mannschaft zu, aber die Hörsäle der Universitäten bleiben eventuell auch im vierten Corona-Semester leer. Ein Präsenzbetrieb hängt von der Impfquote unter Studierenden ab, doch niemand weiß aktuell, wie hoch diese sein wird. 

Es wird also weiter gegen das Virus gekämpft. An allen Fronten. In unseren Köpfen hat sich in den vergangenen Monaten viel getan. Wir wurden immer wieder zum Spielball von Medizinexperten, und der Politik. Oft wider besseren Wissens. Manchmal auch aus Selbstsucht und Raffgier. Das Ergebnis: Eine Zweiklassengesellschaft – hier die Menschen, die eine Impfung als besten Weg aus der Krise sehen; dort Personen, die quer bzw. anders denken und sich einem Nadelstich aus welchen Gründen auch immer verweigern. Eine schwierige Gemengelage, die sicherlich noch für viele Konflikte im Privatleben, im Freundeskreis, im Büro und im Kulturleben führen wird. Es Schorschla wünscht sich dabei nur eines: Dass gerne heiß diskutiert wird und man auch andere Meinungen gelten lässt. Denn eines haben viele von uns in den vergangenen Monaten komplett verlernt: einen respektvollen Umgang mit Andersdenkenden. Wir sollten nicht missionieren und nicht vorgeben, alles besser zu wissen. Nein. Jeder kann in unserem Land frei entscheiden und muss dann natürlich mit den Konsequenzen leben. Das Leben ist halt kein Wunschkonzert. Schon gar nicht in Corona-Zeiten! 

PS: Die Meinung vom Schorschla muss nicht immer mit der der Redaktion übereinstimmen.

Wer möchte es Schorschla hören? Hier gehts zum Podcast

 

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