Wir werden einander verzeihen müssen

Coronakrise und dann?

„Wir werden einander viel verzeihen müssen“

Ganz ehrlich: Es Schorschla hatte den Namen schon verdrängt. Ja, um Jens Spahn, den ehemaligen, omnipräsenten Gesundheitsminister der großen Koalition war es in den vergangenen Monaten schon sehr ruhig geworden. Jetzt ist endlich der Grund bekannt: Er arbeitet an einem Buch. Thema ist klar – die Coronakrise und ihre Auswirkungen auf die Gesellschaft. Der Titel war wohl unumgänglich, er ist seinem bekanntesten Statement entnommen. „Wir werden einander viel verzeihen müssen“.

„Die Frage, was die Pandemie mit dem Land gemacht hat und was das für die Zwanzigerjahre bedeutet, beschäftigt mich seit zwei Jahren“, sagte der CDU-Politiker der „Bild am Sonntag“. Und weiter: „Ich werde mich in einem Buch mit dieser Frage auseinandersetzen.“ Erscheinen soll das Buch am 28. September.

Jens Spahn war sich immer im Klaren, dass die Politik in dieser einmaligen Ausnahmesituation Fehler machen werde. Schon zu Beginn der Krise warb Spahn um Verständnis für schwierige Entscheidungen in der Coronakrise. Im Bundestag sagte er, „dass wir miteinander wahrscheinlich viel werden verzeihen müssen in ein paar Monaten“. Neben der Politik werde auch für die Gesellschaft und die Wissenschaft eine Phase kommen, in der man feststelle, dass man vielleicht an der einen oder anderen Stelle falsch gelegen habe oder etwas korrigieren müsse, erklärte er damals.

Es Schorschla hätte da einen Vorschlag. Vielleicht holt er sich ja Karl Lauterbach noch als Co-Autor mit ins Boot. Denn auch sein Nachfolger warnt sich weiter den Wolf in Sachen Corona. Er plant aktuell umfassende Vorkehrungen für eine voraussichtlich wieder angespanntere Corona-Lage nach dem Sommer. „Wir dürfen nicht erneut unvorbereitet wie im letzten Herbst in die Krise gehen“, sagte der SPD-Politiker am Donnerstag (2. Juni 2022) in der Haushaltsdebatte im Bundestag.

Dazu gehörten Konzepte zu Impfungen und Tests, genauere Daten zur Belastung von Kliniken, ein besserer Schutz von Risikogruppen etwa in Pflegeheimen sowie Änderungen des Infektionsschutzgesetzes.

Das Impfkonzept werde vorsehen, dass es für alle Virus-Varianten, die kommen könnten, den richtigen Impfstoff gebe, so Lauterbach. „Wir wissen, dass im Herbst alle den besten Impfstoff haben wollen. Es wird niemanden geben, der dann sagt, ich nehme den zweitbesten.“ 

Daher solle so viel Corona-Impfstoff beschafft werden, dass alle bedient werden könnten. „Das wird auch dazu führen, dass wir Impfstoff vernichten müssen. Aber wir sind so abgesichert für alle Möglichkeiten, und das ist, was die Bevölkerung wünscht.“

Tests sollten nicht nur zur Beobachtung der Pandemie eingesetzt werden, sondern auch Bestandteil der Eindämmung sein, machte der Minister deutlich. Geplant sei zudem eine Behandlungsstrategie für Covid-19-Erkrankte. „Wir haben diese Medikamente derzeit, wir nutzen sie aber nicht so, wie sie genutzt werden könnten.“

Generell gebe es im Moment „eine schwierige Stimmung“, ist sich Lauterbach im Klaren. Die einen glaubten, die Pandemie sei vorbei, andere seien unsicher, wieder andere seien besorgt. Und eines ist eh ganz klar: „Wir werden einander viel verzeihen müssen“.

PS: Die Meinung vom Schorschla muss nicht immer mit der der Redaktion übereinstimmen.

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