God save the Queen

Ende einer Ära

God save the Queen

Es waren ergreifende Bilder: Als die Trauergemeinde in der Westminster Abbey noch ein letztes Mal „God save the Queen“ anstimmte, als hundertausende Menschen mit einer kleinen, persönlichen Geste sich beim Trauermarsch von „Ihrer Königin“ verabschiedeten oder als der königliche Hofmeister am Abend Königskrone, Zepter und Reichsapfel vom bleiernen Sarg nahm und dieser dann langsam in die königliche Gruft unter der St.-Georges-Kapelle hinuntergelassen wurde. 

Rund 2000 Gäste waren zur Trauerfeier für die Queen geladen, etwa eine Million Besucher in London erwartet worden. Seit „Die Queen“ am 8. September auf ihrem schottischen Landsitz Schloss Balmoral mit 96 Jahren die Augen für immer verschloss, war das Protokoll für diese Zeremonie im Minutentakt umgesetzt worden. 

Die Öffentlichkeit bekam den Sarg der Queen zum ersten Mal am Sonntag vergangener Woche zu sehen. Geschmückt war er mit der schottischen königlichen Standarte und einem Kranz aus weißem Heidekraut, Dahlien und Wicken aus den Gärten von Schloss Balmoral. Nach seiner Aufbahrung im Holyrood-Palast in der schottischen Hauptstadt Edinburgh wurde der Sarg am vergangenen Montag von einem verglasten Leichenwagen in einer Prozession mit König Charles III. und anderen Mitgliedern des Königshauses in die St. Giles-Kathedrale gebracht. Eine Maschine der Royal Air Force brachte den Sarg schließlich am Dienstag von Schottland nach London, wo er von Mittwoch bis zur Trauerfeier feierlich in Westminster Hall aufgebahrt wurde. Unzählige Menschen defilierten am Sarg vorbei, um Abschied von der britischen Königin zu nehmen.

Nach der Trauerfeier in der Londoner Westminster Abbey am Montag wurden ihre sterblichen Überreste nach Windsor gebracht. In der dortigen Schlosskapelle hat der Sarg am Montagabend neben dem von Prinz Philip seinen Platz bekommen.

Es Schorschla hat die Fernsehübertragung fasziniert beobachtet. Und den Kommentaren der königlichen Hofexperten gelauscht. Musste sogar etwas schmunzeln als zum Beispiel Major Paul Burns, der persönliche Dudelsackspieler von Elisabeth II., das traditionelle Klagelied „Sleep, Dearie, Sleep“ anstimmte. Die Queen liebte diese Musik, das Amt selbst wurde aber bereits 1843 unter Herrschaft von Königin Victoria eingeführt. Herr Burns vom Royal Regiment of Scotland ist der 17. Inhaber dieser Funktion, wusste der Reporter zu berichten. Auch die Einzelheiten zum luftdichten, mit einer Bleischicht ausgegossenen Sarg aus englischer – nicht amerikanischer – Eiche waren neu fürs Schorschla. Dieser Materialmix solle den Sarg luftdicht abschließen, Feuchtigkeit draußen halten, den Leichnam nach seiner Beisetzung länger erhalten, den Verwesungsprozess verlangsamen und das Entweichen von Gerüchen reduzieren. 

Und dann noch die Ehrengäste aus aller Herren Länder: Sie sollten per Park & Ride in Luxusbussen zur Trauerfeier gebracht werden, für den japanischen Kaiser Naruhito und seine Ehefrau Kaiserin Masako gar kein Problem, für US-Präsident Joe Biden und den israelischen Präsidenten Izchak Herzog aber laut Diplomateninformation undenkbar – beide ließen sich auch in London in ihren gepanzerten Limousinen vorfahren, berichtete die BBC .

„Wie so viele dachten wir, Du würdest für immer hier sein. Und wir vermissen Dich furchtbar.“ Mit diesen emotionalen Worten verabschiedeten sich die Queen-Enkelinnen Beatrice und Eugenie von ihrer verstorbenen Großmutter. „Du warst unsere Matriarchin, unsere Führungsfigur, die liebende Hand auf unserem Rücken, die uns durch diese Welt führte“, betonten die Prinzessinnen. „Du hast uns so viel gelehrt, und wir werden diese Lektionen und Erinnerungen für immer im Herzen behalten.“

Ja, so ging es irgendwie auch dem Schorschla. Und James Bond. Und Paddington Bär. Die Queen gehörte irgendwie dazu zum Leben. Sie war immer da und mit ihrem Tod endete eine Ära. Elisabeth II. verstand es, mit kleinen Gesten zu kommunizieren und sie erreichte damit oftmals weit mehr, als Präsidenten, Kanzler und Staatsführer mit großen Worten. Ja, die Queen war genau das, was uns in aktuellen Zeiten so gut tun würde: Eine besonnene, intelligente und überlegte Person, die Respekt rund um den Globus genoss. Vielleicht die letzte echte Monarchin. God save the Queen!

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