Kaum Tote im stehenden Verkehr

Klimaschutz als Teil der Unternehmenspolitik

Letzte Woche erlebtes es Schorschla wieder einmal einen jeder Momente, an denen es vom ungläubigen Kopfschütteln fast ein Schleudertrauma bekam. Hintergrund war die aktuelle Unfallstatistik für Autobahnen und die wahrlich sensationelle Erkenntnis, das – es Schorschla zitiert wörtlich – „Hohes Tempo Hauptgrund für Verkehrstote“ sei.  

Zur Erklärung der Studie wurde dann genau analysiert. „Zu schnelles Fahren auf Autobahnen ist einer der Hauptgründe für tödliche Unfälle“. Das zeige die amtliche Unfallstatistik für 2018. Die meisten Opfer gab es auf Abschnitten ohne Tempolimit. Es folgten Fakten, Fakten, Fakten: Laut Statistischem Bundesamt seien 2018 bei Unfällen auf deutschen Autobahnen 424 Menschen ums Leben gekommen. Demnach war nicht angepasste Geschwindigkeit für 196 beziehungsweise 46 Prozent der Autobahn-Verkehrstoten mitverantwortlich. 

Auf Abschnitten ohne Tempolimit war unangepasste Geschwindigkeit bei 45 Prozent der Verkehrstoten eine Unfallursache (135 von 301 Unfalltoten), bei Streckenabschnitten mit Geschwindigkeitsbegrenzung bei 50 Prozent der tödlich Verunglückten (61 von 123 Unfalltoten). 

Nur kurz zum besseren Verständnis: Mit modernster Technik und in tausenden von Arbeitsstunden und der Auswertung von mühevoll in der gesamten Nation gesammelten Daten haben die Experten nun herausgefunden, dass die Gefahren der Fortbewegung mit zunehmender Geschwindigkeit zusammenhängen. Deshalb gibt es im Stau die wenigsten Verletzten. Nein, es ist tatsächlich kein Thema zum Scherzen. Aber mal ganz ehrlich, unter uns: Dass weniger passiert, wenn man mit 30 km/h auf seinen Vordermann auffährt als mit 130 km/h – oder noch weit her – leuchtet sofort ein. Diese Erkenntnis sollte aber nicht dazu dienen, landesweit Tempo 80 einzuführen, so sicher das auch wäre. Die Umwelt würde sich auch darüber freuen, werden jetzt einige Fahrradfanatiker und Autohasser erklären. Mag richtig sein, aber eben auch weltfremd. Denn das ist nun mal nicht der Kerngedanke von Mobilität 3.0. 

Es Schorschla ist übrigens der klassische Anti-Raser. Eher so der Genussautofahrer, der sich schon freut, wenn er auf längeren Fahrten einen Schnitt so um die 100 km/h schafft. Motto: Probier’s mal mit Gemütlichkeit. Und ja: „Angepasste Geschwindigkeit“ sollte für alle Fahrzeuglenkerinnen und -lenker selbstverständlich sein. Auch hier ein fachkundiger Einschub: Mit „nicht angepasster Geschwindigkeit“ ist nicht nur ein Überschreiten des Tempolimits gemeint, sondern auch ein unangemessen hohes Tempo bei schlechten Straßen-, Verkehrs-, Sicht- und Wetterverhältnissen. Laut Straßenverkehrsordnung ist die Geschwindigkeit diesen äußeren Faktoren anzupassen, unabhängig von der geltenden Höchstgeschwindigkeit. Auch das eine unwahrscheinlich neue Erkenntnis.

Werden wir denn wirklich immer blöder? Bekommen wir bald amerikanische Verhältnisse, wo auf jedem Kaffee „hot“ stehen muss. Es Schorschla setzt jedenfalls weiter auf den gesunden Menschenverstand seiner Mitmenschen und verzichtet in dieser Rubrik auf Schreckensmeldungen nach dem Motto: Je schneller, je gefährlich. Hoffentlich ist das auch in Ihrem Interesse!

 

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